vida: Personelle Unterbesetzung in Gesundheitseinrichtungen abstellen

Steinkellner: "Gesetz soll Mindestpersonalschlüssel vorschreiben"

Wien (OTS/ÖGB) - Die Suche nach einem geeigneten Ersatz für die Zivildiener ist nur eine der Baustellen im Sozial- und Gesundheitsbereich. "In den nächsten Jahren muss insgesamt mehr Geld in den Sektor fließen. Wir brauchen höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen", hält der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner am heutigen Tag der Gesundheitsberufe fest. Die personelle Unterbesetzung und die Finanzengpässe in der Branche müssten durch gesetzliche Maßnahmen beseitigt werden, verlangt der Gewerkschafter.++++

Aktuell gibt es in den Krankenanstalten keinen bundesweit einheitlichen verbindlichen Personalschlüssel. "In vielen Spitälern gibt es eine ständige Unterbesetzung mit Personal. Das ist eine unerträgliche Situation für die Beschäftigten, letztlich aber auch für die PatientInnen", sagt Steinkellner. Laut einer Studie der AKNÖ aus dem Jahr 2010 befindet sich beinah ein Viertel der Beschäftigten aus den Gesundheitsberufen in einer Vorstufe zum Burn-Out. vida fordert deshalb die gesetzliche Verankerung einer bundesweit einheitlichen Personalbedarfsberechnung. "Allen Betreibern von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen soll dadurch die Mindestanzahl und die Qualifikation der MitarbeiterInnen zwingend vorgeschrieben werden", erklärt der stellvertretende vida-Vorsitzende.

Pflegefonds als "Elchtest" für die nachhaltige Absicherung der Sozial- und Gesundheitsdienste

vida verlangt zur Stärkung der Sozial- und Gesundheitsdienste eine Sozialmilliarde sowie die rasche Schaffung eines Pflegefonds. "Die Ausgestaltung des Pflegefonds ist aus meiner Sicht der ?Elchtest? für die Frage, ob eine solidarische und nachhaltige Finanzierung unseres Gesundheits- und Sozialsystems gelingt", sagt Steinkellner. vida tritt für die Speisung des Pflegefonds durch Steuermittel ein. "Es ist höchste Zeit für die Einführung einer Vermögenssteuer. Österreich ist nach wie vor ein Niedrigststeuerland für die Reichen. Diese Steuerprivilegien für die Wohlhabenden kann und darf sich Österreich im Interesse der Allgemeinheit nicht länger leisten", so Steinkellner abschließend.

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