Jank fordert Steuerentlastung für die mittelständische Wirtschaft

Die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien präsentiert dreistufiges Steuerentlastungs-Modell für klein- und mittelständische Unternehmen

Wien (OTS) - Mit der Wiener Wirtschaft geht es wieder bergauf. Wie der aktuelle Konjunkturbericht der Wirtschaftskammer Wien zeigt, sind immer mehr Betriebe mit der derzeitigen Geschäftslage zufrieden und für die kommenden Monate optimistisch. "Die Phase des beginnenden Aufschwungs muss nun für den Aufbau von Eigenkapital genutzt werden", erklärt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Denn mit der wirtschaftlich schwierigen Zeit der letzten Jahre ist auch die Eigenkapitalquote der Wiener Betriebe gesunken - "ein Rückgang, der in den nächsten Jahren unbedingt wieder aufgeholt werden muss", sagt Jank.

Steuerentlastung auf drei Ebenen
"Gerade jetzt ist es wichtig, die Klein- und Mittelbetriebe zu entlasten, um die Konjunktur auf gesunde Beine zu stellen. Eine Steuerentlastung für die Unternehmer ist dringend notwendig", fordert Jank. Das geplante Modell der Steuerentlastung soll sich auf drei Bereiche konzentrieren:

Steuergleichheit schaffen
Erstens soll Einzel- und Personenunternehmen künftig die Möglichkeit eröffnet werden, nach dem Körperschaftssteuergesetz besteuert zu werden. Denn das Einkommen von Arbeitnehmern wird aufgrund bestehender Steuerbegünstigungen real mit lediglich 43 Prozent spitzenbesteuert, das von Unternehmern mit 50 Prozent. Mit einer solchen Neuregelung wäre für diese Unternehmen ein Anreiz gegeben, Eigenkapital aufzubauen. "Die bestehende Ungleichbehandlung bei der Einkommensbesteuerung im Fall der Gewinnentnahme wäre dann endlich beseitigt", sagt Jank.

Steuersystem vereinfachen
Zweitens muss das bewährte System der steuerlichen Pauschalierungen großzügig ausgeweitet werden. Denn vor allem Klein- und Mittelbetriebe leiden unter einem großen Administrationsaufwand im Bereich der Steuererklärungen und den damit verbundenen Kosten. Beides gilt es zu reduzieren. Bei der Erarbeitung geeigneter Modelle sind berufsgruppenspezifische Aspekte zu berücksichtigen, wobei das Ziel der Vereinfachung konsequent zu verfolgen ist.

Durchrechnungszeitraum erweitern
Und drittens soll es Klein- und Mittelbetrieben künftig möglich sein, Verluste aus dem aktuellen Geschäftsjahr mit Gewinnen der Vergangenheit gegenzurechnen. Derzeit ist ein solcher Verlustrücktrag nicht möglich, sondern nur eine Gegenrechnung mit Gewinnen der Zukunft. Hierfür könnte eine bestimmte Obergrenze definiert werden, um KMU gezielt zu entlasten.

"Die Zeit ist reif, um die Diskussion über die steuerliche Entlastung der Wirtschaft zu beginnen. Denn es geht um Perspektiven für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmern, die unser Land in eine neue Wachstumsära führen sollen", erklärt Jank.

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