FPÖ: Winter: Bures hat kein Interesse an steirischer Bahninfrastruktur!

Trotz laufender Spar-Orgien der Bundesbahn keine Reaktionen aus dem Verkehrsministerium

Wien (OTS) - In Internetforen befassen sich Bahnfreunde
mittlerweile schon mit der zukünftigen Namensgebung der ÖBB. "Österreichischer Busbetrieb" stehe derzeit hoch im Kurs, erklärt die steirische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Susanne Winter. Nicht ohne Grund seien viele Bahnreisende empört über die regelmäßigen Verschlechterungen der Bahninfrastruktur in der grünen Mark.

Wurde im September 2009 der Personenverkehr auf der Gesäusebahnstrecke eingestellt, folgten Anfang 2010 die Intercity-Direktverbindungen von Graz nach Bregenz und mit dem Winterfahrplan 2010/2011 die Verbindungen zwischen der steirischen und der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Geht man nach jüngsten Medienberichten, könnten auch die IC-Verbindungen zwischen Graz und der Mozartstadt Salzburg mit dem Fahrplanwechsel Mitte Juni 2011 fast zur Gänze eingespart werden. Ebenfalls zum Abschuss freigegeben wurden die Verbindungen zwischen der Landeshauptstadt Graz und Innsbruck sowie Marburg. Hier sollen künftig Busse statt Züge verkehren. Die Strecke Graz-Wien soll vom derzeitigen Ein-Stunden-Takt auf einen Zwei-Stundentakt rückgebaut werden.

"Die Österreichische Bundesbahn entwickelt sich hinter dem Semmering schrittweise zum Busbetrieb, während auf der hochrentablen Westbahnstrecke Millionen investiert werden und Regierungspolitiker mit dem Gesang ihrer eigenen Lobeshymen nicht mehr fertig werden. Wurden früher die regionalen Einsparungen mit der Attraktivierung des Fernverkehrs argumentiert, gibt es heute nur mehr ein Motto:
Einsparen ohne Rücksicht auf Bahnreisende", kritisiert Winter.

Die steirische FPÖ-Abgeordnete will jetzt in einer parlamentarischen Anfrage an Verkehrsministerin Bures (SPÖ) die Sparpläne bei der Schieneninfrastruktur thematisieren. So wird die Ressortchefin Rede und Antwort stehen müssen, ob sie angesichts der schier unendlichen Flut an eingestellten Bahnverbindungen in der Steiermark überhaupt noch den ernsthaften politischen Willen hegt, den Ausbau der öffentlichen Bahninfrastruktur in der grünen Mark, besonders in den ländlichen Regionen, voranzutreiben. Für Winter ist Bures' Verhaltensweise, die Distanzierung von sämtlichen ÖBB-Plänen, nämlich ein Eingeständnis des Scheiterns: "Es scheint, als entgleite dem Verkehrsministerium die Sicherstellung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur in der Steiermark zusehends", schließt Winter.

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