EU-Schülerkalender: Katholischer Laienrat fordert Korrektur

Präsident Rank: Bloße "Entschuldigung" für nicht berücksichtigte christliche Feiertage genügt nicht

Wien-Brüssel, 18.01.11 (KAP) Der Katholische Laienrat Österreichs (KLRÖ) hat gefordert, die gravierenden inhaltlichen Mängel des umstrittenen EU-Schülerkalender zu beheben. Wie KLRÖ-Präsident Wolfgang Rank in einer Aussendung am Dienstag betonte, genüge eine bloße "Entschuldigung" wie die jüngst vom zuständigen EU-Kommissar John Dalli formulierte nicht. Er forderte eine Ergänzungslieferung für alle Adressaten des um fünf Millionen Euro produzierten und an Schüler in 22.000 europäischen Schulen verteilten EU-Schülerkalenders. Sollte dies unterbleiben, erwägt Rank eine Beschwerde beim Bürgerbeauftragten oder eine Petition beim Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments.

Der Hintergrund der breiten Proteste gegen das von der EU-Kommission verantworteten Druckwerks: Der Kalender enthält wohl Festtage anderer Religionen, aber nicht Weihnachten und andere wichtige christliche Feste. "Als Präsident des Katholischen Laienrates bedauere ich diese Tatsache umso mehr, als dadurch auch das Vertrauen der Christen in die EU-Institutionen unnötigerweise belastet wird", so Rank.

Eine Ergänzungslieferung für alle Adressaten sei "das mindeste, was man von der Bürokratie einer politischen Institution erwarten kann, die ohne den Beitrag der Christen und des Christentums nicht erklärbar und wohl auch nicht zukunftsfähig wäre". Die Schüler, die den Kalender ein Jahr lang immer wieder zur Hand nehmen sollen, dürften nicht jedes Mal wieder falsch bzw. unvollständig informiert werden.

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