Kadenbach: EU-Parlament sagt Lebensmittel-Spekulanten den Kampf an

SPÖ-Abgeordnete betont Ablehnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach begrüßt die Zustimmung des Europäischen Parlaments zum Initiativbericht über die Anerkennung der Landwirtschaft als Sektor von strategischer Bedeutung für die Ernährungssicherheit. "Es geht hier um das Menschenrecht der Ernährung", macht Kadenbach am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst deutlich. "Es ist dafür zu sorgen, dass alle gesellschaftlichen Gruppen Zugang zu Nahrungsmitteln haben. Hierzu kommt es entscheidend darauf an, das betreffende Programm zugunsten der Bedürftigsten aufrecht zu erhalten und zu erweitern", betont die SPÖ-EU-Abgeordnete nach der heutigen Abstimmung in Straßburg. ****

Leider wurde im vorliegenden Text mit den Stimmen der Konservativen der Satz angenommen, ein zügigeres Verfahren in der EU für die Genehmigung der Einfuhr neuer Futtermittelvarianten mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) vorzuschlagen, deren Unbedenklichkeit nachgewiesen wurde. Keinesfalls dürfe der Bedarf an Lebensmitteln aber durch die Methoden der Gentechnik gesichert werden, stellt Kadenbach ihre Position klar. "Ich bin weiterhin dezidiert gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel und erinnere die EU-Kommission an das Vorsorgeprinzip: Selbst, wenn es wissenschaftliche Studien gibt, die gentechnisch modifizierte Lebensmittel als nicht gesundheitsschädlich betrachten, gibt es möglicherweise aber noch nicht die richtigen Testmethoden, um das festzustellen. Schließlich müssen wir den Wunsch der Konsumenten respektieren, die diese Form von Lebensmitteln ablehnen", so Kadenbach.

Das Europäische Parlament fordert die Kommission mit dem heutigen Initiativbericht vor allem auch auf, Maßnahmen gegen horrende Preisschwankungen aufgrund von Lebensmittelspekulationen zu ergreifen. "Spekulation war zu 50 Prozent die Ursache für Preissprünge im Nahrungsbereich der letzten Jahre. Wir Europaparlamentarier wollen eine grundlegende Überarbeitung der Finanzierungsinstrumente im Nahrungsmittelbereich, konkret vor allem ein Mandat für eine Aufsichtsbehörde zur Einschränkung der Spekulation", so Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. Für die SPÖ-Abgeordnete ist auch klar, dass mit öffentlichen Geldern keinesfalls Lebensmittel-Spekulationsgeschäfte betrieben werden sollen. (Schluss) bj

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