Seniorenbund zu Allianz-Studie: Staatliches Pensionssystem durch umgehende Reformen weiter sichern!

Finanzierungsschwierigkeiten durch starke Geburtenjahrgänge nichts Neues! Seniorenbund fordert längst Reformen ein!

Wien (OTS) - "Die heute vorgestellte Allianz-Studie zu den Auswirkungen der kommenden Pensionsantritte der geburtenstarken Jahrgänge sind ja wirklich nichts Neues. Genau deshalb hat es 2003 und 2005 schon umfassende Pensionsreformen gegeben. Genau deshalb sind allerdings noch weitere Reformschritte nötig, die wir Senioren bekanntlich schon seit Monaten einfordern. So legten wir zuletzt im Zuge der Pensionsverhandlungen ein 800-Millionen-Pensionsreformpaket vor, von dem leider nur ein geringer Teil umgesetzt wurde. Jetzt müssen wir das staatliche Pensionssystem durch umgehende Reformen weiter sichern", erklärt Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin angesichts der heute präsentierten Zahlen.

Ein kleiner Auszug aus den Seniorenbund-Reformvorschlägen im "Schnelldurchlauf"

  • Deutlich schnelleres Angleichen der unterschiedlichen Pensionssysteme - was 2003 bzw 2005 begonnen wurde, soll schneller durchgeführt werden.
  • Schluss mit Zwangspensionierungen aller Art! Auch im Alter muss es ein Recht auf Arbeit geben - wer arbeiten will, muss dürfen und muss auch im Falle einer späten Jobsuche ideal unterstützt werden - das gestrige VfGH-Urteil gibt uns dazu auch den Zeitrahmen vor!
  • Schluss mit Privilegien, Schlupflöchern und allen Sonderregelungen! Österreichs Menschen sind keine Frühpensionskaiser, sie sind Rechenkaiser. Solange es also "günstiger" ist, früher in Pension zu gehen, werden die Menschen es auch tun!
  • Einführung des "Seniorenbund-Belohnungsmodells": 12% mehr Pension für jedes Jahr, das nach dem gesetzlichen Pensionsantrittsalters gearbeitet wird. Kostet keinen Cent, bringt Geld in die Staatskassen.
  • Abschaffung der derzeitigen Form der Altersteilzeit. Diese Regelung wird von den falschen in Anspruch genommen, kostet Unsummen und hat ihre Ziele (Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters) nachweislich verfehlt!

"Wir werden auch 2011 weiterhin intensiv für diese Reformen arbeiten. Diese nötigen Änderungen jetzt nicht anzugehen wäre unverantwortlich - den Älteren ebenso wie den Jüngeren gegenüber", so Aubauer abschließend.

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Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82; skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

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