BM Beatrix Karl und BM Claudia Schmied: 2011 ist das Jahr der Bildung - arbeiten zügig an Umsetzung der nächsten Reformschritte

Wissenschafts- und Bildungsministerin informieren in gemeinsamer Pressekonferenz über aktuelle Fragen der Hochschul- und Bildungspolitik

Wien (OTS) - Wissenschaftsministerin Dr. Beatrix Karl und Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied haben heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz über aktuelle Fragen der Hochschul- und Bildungspolitik informiert. "2011 ist das Jahr der Bildung - wir arbeiten zügig an der Umsetzung der nächsten Reformschritte", so die beiden Ministerinnen. Zum einen haben sich Karl und Schmied auf eine Neuregelung des Hochschulzugangs geeinigt, zum andern gibt es bereits Übereinstimmung in weiteren Reformzielen der Bildungspolitik, die sich auf Qualitätsfragen konzentrieren. Weiters gibt es Übereinstimmung in den Eckpunkten bzgl. "Mittlerer Reife", Bildungsempfehlung und Bildungsvereinbarung. Auch bzgl. der verstärkten Sprachförderung sind die beiden Ministerinnen auf einem guten Weg, ebenso was Qualität und Qualitätssicherung im Schul- und Hochschulsystem betrifft.

"Die Neuregelung des Hochschulzugangs ist ein wichtiger erster Schritt zu mehr Klarheit für Studierende und bessere Planbarkeit für Universitäten", fasste Beatrix Karl die UG-Novelle zusammen, die sie heute in den Ministerrat eingebracht hat. Eckpunkte sind eine verpflichtende Voranmeldung zum Studium, eine verpflichtende Studienwahlberatung sowie die Neugestaltung der Studieneingangs- und Orientierungsphase. Auch Ministerin Schmied betonte: "Es gibt keine Knock-Out-Prüfungen zu Beginn des Studiums und keine Limitierung der Studienplätze. Die Studienwahlberatung muss in Zukunft besser gelingen und ist ein Eckpunkt im Gesetz."

Positiv wertete Ministerin Schmied, dass der Ausbau der Neuen Mittelschule gemeinsam mit der ÖVP möglich ist: "Die Neue Mittelschule ist eine Leistungsschule. Qualität, Vertrauen der Eltern und eine lebendige Schulpartnerschaft sind wichtig." Rund 80 neue NMS-Standorte sind ab September 2011 realistisch. Das sind jene, die im Vorjahr aufgrund der 10-Prozent-Grenze abgelehnt werden mussten. "Basis sind die noch zu schaffenden gesetzlichen Regelungen und ausreichende Budgetierung. Die Umstellung wird schrittweise erfolgen", stellte Ministerin Claudia Schmied klar.

"Leistung, Sprachförderung und Durchlässigkeit sind drei zentrale Eckpfeiler", unterstrich Ministerin Karl in Hinblick auf künftige Reformschritte an den Schulen. In den Grundsätzen einig sind sich die beiden Ministerinnen bei der "Mittleren Reife", Details der Ausgestaltung werden nun von Experten erarbeitet. "Uns geht es um eine Orientierungshilfe für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern, aber auch für die Schulen. Wofür bin ich am Besten geeignet? Wo liegen meine Potentiale und Schwächen? Genau für diese Fragen soll die Mittlere Reife Antworten bringen", so Beatrix Karl. "Uns beiden geht es keinesfalls um eine Hürde, da sind wir uns einig." Ministerin Claudia Schmied sagte dazu weiter: "Die AHS- Unterstufe und Neue Mittelschule sind zwei gleichwertige Ausbildungssäulen. Erst mit 14 Jahren erfolgt die erste Bildungsentscheidung. Die Mittlere Reife muss aus meiner Sicht eine Abbildung von Kompetenzen im Zusammenhang mit den Bildungsstandards und der Berufsorientierung sein."

Auch eine Bildungsempfehlung am Ende der Volksschule war bisher Thema in den Gesprächen der beiden Ministerinnen. "Die Bildungsempfehlung soll ebenso eine Orientierungshilfe für Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie die Schule sein. Die Wahlfreiheit der Eltern bleibt natürlich erhalten", so Ministerin Karl. Es gehe dabei auch um eine verbale Ergänzung zu den Noten.

Weiters gingen die beiden Ministerinnen auf die Bildungsvereinbarung ein. Ministerin Claudia Schmied: "Eine gelebte Schulpartnerschaft von Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen ist entscheidend. Respekt, Wertschätzung und Feedback-Kultur sind für den Lebensraum Schule wichtig." "Es geht um die gemeinsame Verantwortung von Schule und Elternhaus. Es soll eine Partnerschaft entstehen - ein Miteinander, kein Gegeneinander", betonte Ministerin Karl.

Abschließend unterstreichen die Ministerinnen den Qualitätsaspekt im Bildungs- und Hochschulsystem. "Im Bildungsbereich sind derzeit drei Gesetze in Begutachtung. Es geht darum, die Schulaufsicht in Richtung Qualitätsmanagement weiter zu entwickeln und den Schulen mehr Verantwortung zu übertragen mit einem klaren Leitungsprofil für Schulleiter. Weiters geht es um mehr Flexibilität beim Einsatz der Lehrer, vor allem in der Sekundarstufe 1", sagte Bildungsministerin Schmied. Ministerin Karl hat ein Gesetz zur Qualitätssicherung der Universitäten ausgearbeitet, das derzeit in Begutachtung ist.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Presse: Mag. Sigrid Wilhelm
Tel.: +43 1 531 20 5030
mailto: sigrid.wilhelm@bmukk.gv.at

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Presse: Mag. Elisabeth Grabenweger
Tel.: +43 1 531 20 9014
mailto: elisabeth.grabenweger@bmwf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWF0002