Grünewald: Abhaltestrategien für Studierende zementieren Österreichs Nachzüglerposition

Einige Zugangsregelungen führen zu Chaos und Schikanen für Studierende

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung schiebt Unis und Studierenden
den Schwarzen Peter zu und versteckt eigene langjährige Versäumnisse. Den Zugang zu den Unis laufend weiter zu erschweren und zu beschränken, ist keine Antwort auf die Nachzüglerposition Österreichs in Sachen Bildungsbeteiligung" kritisiert Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen. Gerade bei Studienrichtungen und Fakultäten mit schlechten Ressourcen und Betreuungsverhältnissen wird die Studieneingangsphase zu einer versteckten Knock-Out-Phase! "Anstatt die niedrige AkademikerInnenquote noch weiter zu senken, sollte Karl neue Studienplätze finanzieren und eine Schulreform, die ihren Namen verdient, sollte die Übergänge ins Studium fließender und treffsicherer gestalten" fordert Grünewald. Der Ausbau des Stipendiensystems auf europäisches Niveau ist dringlicher denn je. Sich neben dem Studium den Lebensunterhalt zu finanzieren, führt zu beträchtlichen Studienverzögerungen", erinnert Grünewald,.

"Eine verpflichtende Studienberatung, von der noch völlig unklar ist, wie sie organisiert und finanziert werden soll, wird alleine nicht die Treffsicherheit in der Studienwahl erhöhen", kritisiert Grünewald weiter. Die von Karl getroffene Aussage, dass eine Beratung für alle StudienanfängerInnen keine Mehrkosten verursachen wird, ist mehr als blauäugig und realitätsfern! Die Zahl der Beratungen müsste sich nämlich verdreifachen und deren Qualität massiv gesteigert werden, um greifen zu können.

Dass sich StudienanfängerInnen schon Monate vor Beginn des Studiums bei den Universitäten voranmelden müssen, ermöglicht zwar eine höhere Planbarkeit für die Universitäten, macht aber die Studienwahl sicher nicht treffsicherer! Wie sollen MaturantInnen Monate vor der Matura eine qualitativ hochwertige Beratung bekommen, wenn sie zum Beispiel in Salzburg zur Schule gehen, aber in Wien studieren wollen? Antworten auf diese Fragen bleibt Karl schuldig und zeigt wieder einmal die bildungspolitische Konzept- und Planlosigkeit der Regierung. "Die Qualität der Lehre damit zu gewährleisten, dass man weniger Studierende an die Universitäten bringt, ist bildungspolitischer Humbug. Mehr Studierende braucht das Land - mehr Geld die Unis!" schließt Kurt Grünewald.

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