Köstinger : Landwirtschaft muss den wachsenden Bedarf an Lebensmittel decken

Initiativbericht des EU-Parlaments erkennt Landwirtschaft als Zukunftssektor an

Straßburg, 18. Jänner 2011 (OTS) Das EU-Parlament setzt mit der heutigen Verabschiedung eines Initiativberichtes ein Zeichen: „Die Landwirtschaft ist von strategischer Bedeutung für die weltweite Ernährungssicherheit“, unterstreicht ÖVP-Agrarsprecherin Elisabeth Köstinger. Ein Blick in die Zukunft zeigt, wie dringend der Handlungsbedarf ist:„ Bis 2050 rechnen Experten mit einer Verdopplung der weltweiten Nachfrage an Nahrungsmitteln. Den Bedarf der wachsenden Bevölkerung an unbedenklichen und ausreichenden Nahrungsmitteln zu decken, wird zum Angelpunkt der Landwirtschaft. Gleichzeitig muss den Hindernissen begegnet werden, die durch die Begrenzung der natürlichen Ressourcen, hohe Energiepreise und dem Klimawandel entstehen", erklärt Köstinger. ****

Regionalität und Sicherung der Einkommen im Rahmen der GAP Ernährungssicherheit ist auch in der Europäischen Union ein zentrales Anliegen. Immer noch leben 79 Millionen Menschen unter
der Armutsgrenze. "Nur wenn Agrar-, Entwicklungs-, Handels-,
Finanz- und Energiepolitik sowie die Forschung zusammenarbeiten, können Verbesserungen erzielt werden", fordert Köstinger eine Abstimmung der einzelnen Politikfelder. „Die Sicherung der Einkommen der Landwirte und die Versorgung mit ausreichend Qualitätslebensmittel müssen Kernziele der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik sein“, betont Köstinger. "Die Antwort auf Umwelt- und Klimafragen heißt Regionalität. Wenn wir unsere Ernährung verstärkt im regionalem Wirtschaftskreislauf gestalten und auf eine unabhängige und lokal angepasste Landwirtschaft setzen, ist das ein Schritt in die richtige Richtung“, so Elisabeth Köstinger.

Interventionen und Reserven als Krisenmechanismen. Die stark schwankenden Marktpreise im Agrarsektor werden durch Ernteausfälle, Spekulationen und eine Konzentration im Handel bedingt und sind wesentliche Unsicherheitsfaktoren. „Interventionen und Lagerhaltungen sind die Mechanismen, die Marktmissbrauch und Spekulationstransaktionen einen Riegel vorschieben können. Marktinterventionsmechanismen müssen in der künftigen GAP eine zentrale Rolle spielen. Durch den gezielten, weltweiten Aufbau von Nahrungsmittelvorräten und Notreserven könnte zusätzlich Druck abgebaut und zur Regulierung der Rohstoffpreise beigetragen werden“, so Köstinger abschließend.

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