SPÖ Kärnten unterstützt Darabos-Vorschlag eines Freiwilligenheeres

Kaiser: Wehrpflicht nicht zeitgemäß, Panzerkrieg im Marchfeld oder im Gailtal unrealistisch. Vorschläge sollen unaufgeregt, seriös diskutiert werden. Soziales Jahr hat großes Potential.

Klagenfurt (OTS) - Positiv steht der Landesparteivorsitzende der SPÖ-Kärnten, LHStv. Peter Kaiser, dem Vorschlag von Verteidigungsminister Norbert Darabos gegenüber, die allgemeine Wehrpflicht durch ein Freiwilligenheer zu ersetzen.

"Wichtig ist, dass die Aufrechterhaltung aller derzeit vorstellbaren Einsätze im In- und im Ausland, die Katastrophenhilfe und die sicherheitspolizeiliche Assistenz sichergestellt sind", betont Kaiser.

Im Übrigen müsse man auch all jene Stimmen aus anderen Fraktionen, die nach Experten rufen, daran erinnern, dass Norbert Darabos ja genau das gemacht hat, und sämtliche Modell von Experten aus ganz Europa ausgearbeitet wurden.

Jetzt gelte es die Details abzu- und die politischen Mitbewerber sowie die Bevölkerung aufzuklären. "Das der Informationsbedarf groß ist, ist verständlich und war auch anhand der Aussagen in der gestrigen Radio Kärnten Streitkultur ersichtlich", so Kaiser, der vor allem der ÖVP anrät, dieses Thema ernst zu nehmen und nicht in einer Art politischem Beißreflex die "Wehrpflicht" entgegen allen Fakten und Entwicklungen in ganz Europa zu einer heiligen Kuh zu machen. "Veränderung braucht Mut, Stillstand bedeutet Rückschritt", so Kaiser.

Der SPÖ-Landesparteivorsitzende zeigt sich auch optimistisch, was das von Sozialminister Rudolf Hundstorfer präsentierte Modell des "Sozialen Jahres" als Alternative zum bisherigen Wehrersatzdienst "Zivildienst" betrifft.

"Das Soziale Jahr hat sicher großes Potential, weil durch die Ausweitung auf zwölf Monate, sowie die Bezahlung von 1300 Euro 14 Mal im Jahr und durch das Wegfallen einer Altersgrenze auch eine Chance für Arbeitslose Männer und Frauen, besteht, wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen", macht Kaiser aufmerksam.

In Wahrheit sei die Wehrpflicht schon in den letzten zehn Jahren immer wieder diskutiert, aufgrund der Alternative für den Zivildienst aber beibehalten worden. "Zu sagen, junge Leute müssen zum Bundesheer gehen, weil uns keine gescheite Lösung für Sozial-/Zivildienst einfällt, ist eine Bankrotterklärung", so Kaiser, der abschließend festhält, dass die Diskussion um die Wehrpflicht zeige, "dass immer deutlicher werde, dass die SPÖ als Reformlokomotive die Weichen für die Zukunft stellt".

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