Schmied: Bessere Planbarkeit und raschere Orientierung durch die neue Studieneingangsphase

Umstellung auf die Neue Mittelschule wird keine Hauruck-Aktion - Sorgen von Eltern werden ernst genommen

Wien (OTS/SK) - "Ich freue mich sehr, dass Beatrix Karl und ich im Bildungsthema entschlossen vorankommen und Schritt für Schritt das Machbare umsetzen", betonte Bildungsministerin Claudia Schmied am Dienstag in einer Pressekonferenz bei der Präsentation der Neuregelungen des Universitätsgesetzes, die auf die Regierungs-Einigung von Loipersdorf aufbauen. Für die SPÖ seien drei Punkte besonders wichtig: die Studienwahlberatung, keine Knock-out-Prüfungen und die Planbarkeit der Studienorientierungsphase, die Teil des Studiums ist. Schmied betonte, dass auch im Bereich der Neuen Mittelschule die gemeinsame Vorgehensweise der richtige Weg sei. "Die Neue Mittelschule muss eine Leistungsschule sein, daher ist die Qualität entscheidend und das Vertrauen der Eltern wichtig."****

"Die Studienwahlberatung muss in Zukunft besser gelingen - das betrifft auch ganz stark den schulischen Bereich", so Schmied. In einer gemeinsamen Verordnung von Bildungsministerium und Wissenschaftsministerium sollen die Kriterien einer österreichweit fundierten Studienwahlberatung präzisiert werden. "Für die Sozialdemokratie entscheidend war, dass der freie Zugang zu den Universitäten gewährleistet ist und es keine Knock-out-Prüfungen zu Beginn gibt." Die Studienorientierungsphase soll durch besseres Management klar planbar sein, sowohl für die Universitäten als auch für die Studierenden. "Denn letztlich geht es darum, dass die Studierenden an den österreichischen Universitäten gute Studienbedingungen vorfinden."

Schmied betonte, dass der heutige Schritt als Teil einer Gesamtkonzeption zu sehen sei, auf die man sich im Bereich der Universitäten bereits in Loipersdorf verständigt habe. Hier seien etwa die Offensivmittel zur Qualitätsverbesserung zu nennen, die Studienplatzfinanzierung, die Konzeption des Hochschulplans sowie Transparenz und Effizienz im Einsatz der öffentlichen Mittel an den Universitäten.

Derzeit seien im Bildungsbereich in puncto Qualität drei Gesetze in Begutachtung. "Es geht darum, die Schulaufsicht in Richtung Qualitätsmanagement weiter zu entwickeln", so Schmied. Es gehe auch darum, den Schulen mehr Verantwortung zu übertragen, was aber bedeutet, dass die Schulleiter ein klares Leitungsprofil erhalten müssen. Weiters gehe es um mehr Flexibilität beim Einsatz der Lehrer, vor allem in der Sekundarstufe 1.

Schmied machte klar, dass es bei der Umstellung auf die Neue Mittelschule nicht zu einer Hauruck-Aktion kommen dürfe und dass sie die Sorgen der Eltern ernst nehme. Die Bildungsministerin erklärte, dass der AHS-Lehrplan zum Einsatz kommen müsse, dass eine neue Lernkultur verwirklicht werden müsse, dass der Kleingruppenunterreicht mit zwei Lehrern in Deutsch, Mathematik und Englisch wichtig sei. Zentral sei, dass die Bildungsstandards zur Anwendung kommen, wichtig sei auch der verschränkte Lehrereinsatz, also, dass auch AHS- und BHS-Lehrer in den Neuen Mittelschulen zum Einsatz kommen und dass es eine lebendige Schulpartnerschaft gibt. "Die Neue Mittelschule wird dann ein Erfolg sein, wird dann die Leistung erbringen, wenn sie Vertrauen und Anerkennung genießt." Die Basis dafür sind die gesetzlichen Regelungen, die in Ausarbeitung sind und die finanzielle Basis, wo es seitens des Finanzministers das Commitment gebe.

Mit den Landesschulräten wird diese Woche in die Detailplanung gegangen. Ab September 2011 sind rund 80 neue Standorte realistisch. Das sind jene, die im Vorjahr aufgrund der 10-Prozent-Grenze abgelehnt werden mussten. Schmied legte Wert auf die Feststellung, dass die Umstellung nicht von oben herab erfolgen werde. "Mir schwebt hier ein Optionen-Modell vor", so Schmied. Die Standorte werden sich auch weiterhin über die Landesschulräte beim Ministerium bewerben und die Approbationskommission passieren müssen. Die Bildungsministerin rechnet mit der abgeschlossenen Umsetzung der Umstellung bis 2015-2016. (Schluss) up/sc

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