Wien setzt 2011 großen Bildungsschwerpunkt

Intensiver Ausbau von Kindergärten und Schulen, Leseförderung und neue Mittelschulen

Wien (OTS) - "Wien widmet sich 2011 verstärkt dem Thema Bildung:
Wir investieren in Kindergärten und Schulen und setzen inhaltlich auf neue Mittelschulen und Projekte zur Leseförderung", betonte heute Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch im Rahmen des Mediengesprächs von Bürgermeister Dr. Michael Häupl. "So wendet Wien allein in diesem Jahr 17 Millionen für die Erweiterung von Schulen auf, dazu kommen 55 Millionen Euro, die 2011 im Rahmen des Schulsanierungspaketes an 126 Standorten in Schulsanierungen fließen, sowie Neubauprojekte, in die in den kommenden Jahren knapp 90 Mio Euro investiert werden." Darüber hinaus seien 2011 insgesamt 6,7 Millionen für die Erweiterung und den Neubau von Kindergärten veranschlagt.

"Uns ist bewusst, dass der Bedarf an Kindergarten- und Schulplätzen in Wien im Steigen begriffen ist", so Oxonitsch. "Die Nachfrage steigt dabei nicht nur durch den höheren Bedarf von Eltern, die möchten, dass ihre Kinder einen Kindergarten besuchen, sondern auch ganz konkret durch steigende Geburtenzahlen. Dadurch ist in der Folge auch die Schaffung von neuen Schulplätzen in allen Bezirken dringend notwendig."

Bewusst in den Mittelpunkt rücken möchte die Stadt auch die Wiener Mittelschule, die in Wien seit Hebst 2009 Teil des Bildungsangebotes für alle 10 bis 14jährigen ist. "Ziel ist es jedenfalls, auch weitere AHS-Standorte als neue Mittelschulen zu führen", so Oxonitsch.

Inhaltlich setzt Wien in den nächsten Monaten auch auf das Thema Leseförderung: Der Startschuss für das Projekt "LesepatInnen" ist bereits vor Weihnachten gefallen, mittlerweile haben sich über 100 Freiwillige als LesepatIn gemeldet, jetzt sind auch Prominente mit an Bord.

Investitionen in Schulen und Kindergärten

Forciert wird der Neubau von Schulen und Kindergärten in Form des Campus-Modells: Bereits in Bau ist ein Bildungscampus am Donaufeld Nord in Wien-Floridsdorf: Hier entstehen bis Herbst 2012 eine 13-klassige Ganztagsvolksschule und ein 9-gruppiger Kindergarten. Die Stadt wendet hierfür rund 25 Mio Euro auf. Ein weiterer Campus wird in den kommenden Jahren am Hauptbahnhof realisiert, er soll eine 17-klassige Ganztagsvolksschule, eine 16-klassige Ganztagshauptschule und einen 11-gruppigen Kindergarten umfassen. "Das besondere an diesem Standort ist, dass hier erstmals ein

Campus für 0- bis 14-Jährige entsteht", betont Stadtrat Oxonitsch. Hier sind Investitionen in Höhe von 65 Mio Euro geplant, der Start ist im Schuljahre 2014/15 geplant.

Neben den seit der Volksbefragung geschaffenen fünf neuen Ganztagsstandorten, starten im Herbst 2011 weitere Ganztagsvolksschule in den Bezirken 5,16,17 und 22. Dafür werden gerade im Rahmen des Schulsanierungspaketes die Voraussetzungen - wie beispielsweise durch den Einbau von Ausgabenküchen und Speisesälen -geschaffen. Darüber hinaus hat eine Expertengruppe bereits eine Liste von weiteren möglichen Standorten erstellt - sie sollen nun in Absprache mit den Bezirken konkretisiert werden. Derzeit gibt es in Wien insgesamt 32 "echte" Ganztagsschulen mit verschränkten Unterrichts- und Freizeiteinheiten: 25 Ganztags-Volksschulen und vier Ganztags-Hauptschulen sowie drei AHS-Standorte.

Auch die Schulsanierungen gehen 2011 an insgesamt 126 Standorten weiter: "Stadt und Bezirke nehmen dafür insgesamt 55 Millionen Euro in die Hand", betont Stadtrat Christian Oxonitsch. Insgesamt werden 2011 bereits 28 Schulen, 2012 dann bereits 55 - von den insgesamt 242 im Schulsanierungspaket enthaltenen - Schulen fertig gestellt und saniert sein.

In den Bau und die Erweiterung von Wiener Kindergärten werden im Jahr 2011 insgesamt 6,7 Mio Euro investiert, in allen Bezirken Wiens werden rund 2.100 Plätze geschaffen.

Wiener Mittelschule

Derzeit gibt es in Wien 21 Wiener Mittelschulen, davon sieben AHS-Standorte. Die Wiener Mittelschule wird von SchülerInnen und Eltern sehr gut angenommen. "Deshalb ist es unser Ziel, diese Schulform möglichst allen Kindern zur Verfügung zu stellen und auch neue AHS-Standorte als Mittelschule zu führen", betont Bildungsstadtrat Oxonitsch.

Die Wiener Mittelschule verbindet die Stärken der verschiedenen Schularten miteinander und wird von ExpertInnen als pädagogisch beste Schulform für die 10- bis 14jährigen empfohlen. Die innere Differenzierung mit zusätzlichen Ressourcen ermöglicht gezielte Förderung, ohne neue soziale Barrieren zwischen den SchülerInnen.

6,9 Mio Euro für Schulmaterialien

Schreibhefte, Lineale, Filzstifte, Pinsel und Radiergummis - damit die Kosten für Schulmaterialien nicht explodieren, gibt es in Wien bereits seit Jahren die bewährte Einrichtung des sogenannten "Warenkorbs": Alle Wiener Pflichtschulen bekommen von der Stadt Geld, mit dem sie Schreibgeräte, Zeichenrequisiten und Materialien für den Werkunterricht anschaffen können. Vor kurzem wurden im Wiener Bildungsausschuss für das Schuljahr 2011/12 Mittel für Schulmaterialien in Höhe von 6,9 Mio Euro beschlossen.

"Uns ist wichtig, dass gerade in Zeiten, in denen es vielen wirtschaftlich nicht gut geht und auch Schulmaterialien teurer werden, Wiener Eltern entlastet werden", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. Um das Geld wurden zuletzt über 120.000 Rechenhefte, rund 14.000 Lineale, 25.000 Radiergummis und 6.800 Zirkel angeschafft. Durchschnittlich kommen damit jedem Wiener Pflichtschulkind Schulmaterialien im Wert von 49 Euro zugute.

Leseförderung: LesepatInnen und neue Themenboxen

Einen Schwerpunkt bildet 2011 auch das Thema Leseförderung: Erst kürzlich wurde von der Stadt das Projekt "LesepatInnen" präsentiert, bei dem SeniorInnen ehrenamtlich an Schulen mit Kindern das Lesen üben - und nun gibt es bereits eine Reihe von prominenten UnterstützerInnen: Moderator Robert Steiner, die Sängerin Jazz Gitti, Life-Ball-Organisator Gery Keszler und Operettensängerin Birgit Sarata werden unter anderem an Wiens Schulen im Einsatz sein, um gemeinsam mit SchülerInnen zu lesen und auf die Bedeutung von Büchern hinzuweisen.

"Wir freuen uns, dass dieses Projekt so großen Zuspruch findet", so Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. "Je früher und nachhaltiger wir die Lesebegeisterung bei Kindern wecken, desto besser die Voraussetzungen für ein lebenslanges Lernen." Wer LesepatIn werden möchte, kann sich an den Wiener Stadtschulrat wenden: Tel. 525 25-0

Darüber hinaus bieten auch die Büchereien Wien neue Lese-Initiativen an: Demnächst startet mit der Erweiterung der sogenannten "Themenboxen" ein neues Angebot für Kindergartenkinder:
Zu besonders gefragten Themen haben die Büchereien Pakete mit Büchern zusammengestellt, die von den PädagogInnen ausgeliehen werden können.

In den Büchereien Wien finden Kinder nicht nur Literatur für Referate und Schulaufgaben und kompetente AnsprechpartnerInnen, sondern auch einen Ort zum Lernen: In jeder Zweigstelle stehen (PC-)Arbeitsplätze zur Verfügung. Seit kurzem gibt es auch ein neues Referat, das sich speziell mit Angeboten für Kindergärten und Schulen befasst. Im Vorjahr haben rund 4.000 Klassen und Kindergruppen die Büchereien Wien besucht Alle Infos gibt es unter www.buechereien.wien.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Michaela Zlamal
Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch
Tel.: +43 1 4000-81930
michaela.zlamal@wien.gv.at
http://www.oxonitsch.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0004