Strache: Höchste Zeit für sinnhaftes Umdenken in der Währungsunion

Defizitländer sind scheinbar nicht in der Lage nur durch Sparpolitik Schulden zurück zu zahlen - Weg für Ausstieg aus dem Euro oder Insolvenz muss geebnet werden

Wien (OTS) - Dank der katastrophalen Politik von Finanzminister Pröll gehöre Österreich jetzt schon zu jenen europäischen AAA-Ländern, welche die höchsten Zinsen für Staatsanleihen zu bezahlen hätten. Durch den teilweisen Verzicht auf Schuldenrückzahlungen aus Griechenland und Irland würde Österreich auf Dauer in eine prekäre Finanzsituation manövriert, so FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache heute in Reaktion auf die Vorschläge von Wifo-Chef Aiginger. Zudem sei auch die von Aiginger ebenso geforderte Vergrößerung des Euro-Rettungsschirmes grundsätzlich abzulehnen. Sei doch der Schutzschirm von vornherein das falsche Instrument für eine Stabilisierung der Währungsunion.

Strache betont erneut, dass lediglich eine Neuordnung der Euro-Zone hinsichtlich der Möglichkeit für Pleite-Staaten in geordnete Insolvenz gehen zu können sowie eines freiwilligen Verlassens der Währungsunion auf Dauer zielführend sein könne. Die Nettozahler-Länder würden durch den Rettungsschirm über die Maßen strapaziert, dass der Schaden unweigerlich bei den Steuerzahlern hängenbleibe. "Das ist unseren steuerzahlenden Bürgern nicht zuzumuten", hält Strache fest und unterstreicht seine Forderung nach einem sinnhaften Umdenken einen kerneuropäischen Hartwährungsverbund betreffend. Wenn jetzt - auch im Sinne Aigingers - die Weichen für ein Einzementieren und Ausweiten einer dauerhaften Finanzspritze, die dann immer nach Bedarf gegeben werden könne, gestellt würden, bedeute dies nichts anderes als einen Freibrief an Defizitsünder in der Euro-Zone.

Länder wie Österreich würden jedenfalls letztendlich auch mit massivem finanziellem Beitrag dem internationalen Spekulantentum in die Hände spielen, so Strache, der die Bundesregierung nachdrücklich auffordert, dieses Spiel mit Haftungen für defizitäre Staaten einzustellen. Laut Experten seien diese nach derzeitigem Stand bekanntlich kaum in der Lage auch nur annähernd durch Sparmaßnahmen den Rückzahlungen nachzukommen.

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