Leichtfried/Kadenbach: Lebensmittelkontrollen nach Dioxin-Skandal verschärfen

SPÖ-Europaabgeordnete fordern engagierteres Vorgehen der EU-Kommission

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordneten Jörg Leichtfried und Karin Kadenbach fordern angesichts der immer dramatischeren Ausmaße von Dioxin-Lebensmitteln in Deutschland eine Verbesserung der Kontrollmechanismen. Die Stellungnahme der EU-Kommission am Montagabend im Parlament zu den Folgen in der Europäischen Union nach der Entdeckung von Dioxin in Futtermitteln geht den beiden SPÖ-Abgeordneten zu wenig weit. SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried erläutert am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ:
"Unangemeldete Kontrollen von Futtermittelerzeugern hat es bisher praktisch nicht gegeben. Wir müssen jetzt aber strengere Lebensmittelkontrollen andenken, damit sich die Konsumentinnen und Konsumenten auf die Qualität der Nahrungsmittel verlassen können." ****

Leichtfried, Vizepräsident der Animal Welfare Intergroup, will damit aber auch den Tierschutz und teilweise mangelhafte Standards verbessern. Wesentliche Voraussetzung der Überprüfbarkeit bleibt weiter eine exakte Herkunftskennzeichnung. Leichtfried betont:
"Konsumentinnen und Konsumenten müssen über die Transportkette lückenlos informiert werden, also vom Herkunftsort über die gesamte Transportdauer des Tieres bis hin zur Schlachtung und dem Fleischverkauf im Kühlregal."

Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit, kritisiert die Möglichkeit, dass sich Betriebe nach wie vor ihre Futtermittelproben selbst entnehmen und in ein frei gewähltes Labor schicken können. "Der Dioxin-Skandal in Deutschland zeigt gravierende Lücken in der Lebensmittelkontrolle auf. Jetzt müssen wir europaweit einheitliche Regeln schaffen sowie eine Änderung der Agrarpolitik angehen, damit so etwas nie mehr passieren kann", so Kadenbach. (Schluss) bj

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