AK Tipps zum Schutz vor hohen Kosten fürs mobile Internet 2

AK rät: Alternative sind Tarife, bei denen statt verrechneten Mehrkosten die Transfergeschwindigkeit bei Erreichen eines bestimmten Verbrauchs gedrosselt wird

Wien (OTS) - Eine AK Auswertung von Konsumentenbeschwerden über ihre explodierenden Internet-Rechnungen zeigt: Wer über sein Datenpauschale hinaus surft, muss sehr tief in die Geldtasche greifen. Mehr Schutz für Konsumenten vor unerwarteten Kostenexplosionen beim mobilen Internet verlangt daher die AK: Die Anbieter müssen wichtige Tarifdetails im Vertrag gut sichtbar platzieren. Knapp vor dem Ausschöpfen der inkludierten Datenmenge müssen die Kunden informiert werden (etwa Warn-SMS), welche Kosten außerhalb des Pauschales anfallen. Außerdem soll es ein kostenloses Sperrservice ab Erreichen eines selbst festgelegten monatlichen Höchstbetrages geben.

Darauf sollten Sie bei mobilem Internet achten:
+ Bevor Sie sich für ein mobiles Internetangebot entscheiden, achten Sie auf die Netzabdeckung. Leihen Sie sich Datenkarten aus und testen Sie die Verbindungslage vor Ort, bevor Sie kaufen. Erfragen Sie beim Anbieter für die Testphase die Bedingungen.
+ Überlegen Sie Ihr Nutzungsverhalten. Surfen und Mailen Sie nur hin und wieder oder doch intensiver, machen Sie etwa auch Video- und Musikdownloads? Lassen Sie sich beraten, welche Datentransfermenge in etwa Ihrem Konsumverhalten entspricht.
+ Vertrag oder Wertkarte? Surfen zu Wertkartentarifen bedeutet zwar oft etwas höhere Preise für das verbrauchte Datenvolumen. Andererseits hat man eine laufende Kostenkontrolle durch das aufgebuchte Guthaben auf der Wertkarte.
+ Achten Sie bei Vertragstarifen mit inkludiertem Datenvolumen, was der Mehrverbrauch kostet. Der Preis für den Mehrtransfer ist in der Regel exorbitant hoch. Damit die Kosten überschaubar bleiben, suchen Sie sich Tarife mit "eingebauter Kostenkontrolle" aus, etwa Tarife mit inkludierten Datenvolumen plus Geschwindigkeitsdrosselung nach Ausschöpfen der Pauschale.
+ Sie haben eine extrem hohe Rechnung erhalten? Prüfen Sie genau nach, was Ihnen bei einem Mehrverbrauch verrechnet wurde. Bedenken Sie, dass man auch nicht immer die Technik 100-prozentig im Griff hat, etwa durch unabsichtlich aktivierte Anwendungen. Die Anbieter drängen Konsumenten zu elektronischen Rechnungen und verlangen für die Papierrechnung eine Extragebühr. Ob das zulässig ist, wird derzeit gerichtlich geklärt. Denn: Wer eine Papierrechnung haben will, soll sie gratis bekommen.
+ Achten Sie auf die Vertragsdauer: Als Gegenleistung für sehr günstige, preisgestützte Endgeräte wird mit Ihnen meist eine Mindestvertragsdauer von zwei Jahren vereinbart. Vergleichen Sie die Gesamtkosten für Endgerät und Datendienst auf die Vertragslaufzeit gerechnet einmal mit Vertragsbindung und einmal ohne Vertragsbindung.

+ Kontrollieren Sie laufend Ihren Verbrauch: Die Anbieter bieten eine Datentransferabfrage auf ihren Webseiten an. T-Mobile und Orange bieten zusätzlich eine Verbrauchsabfrage per SMS an. Manche Anbieter benachrichtigen ihre Kunden automatisch per Warn-SMS, wenn ein bestimmter Datenverbrauch erreicht ist.

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