AK: Vorsicht, Kostenfalle mobiles Internet! 1

AK verlangt Warnfunktion und mehr Tarifinformationen

Wien (OTS) - Viele mobile Internetprodukte enthalten im
monatlichen Grundpreis ein bestimmtes Datenpauschale. Geht der Verbrauch darüber hinaus, steigen die Kosten schlagartig. "Immer wieder beschweren sich Konsumenten in unserer Beratung wegen unerwartet hoher Internet-Rechnungen", weiß AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. "Das kann ganz schön ins Geld gehen." Eine AK Analyse von 15 Beschwerden zeigt: Die Konsumenten hatten zu ihren monatlichen Internet-Fixkosten Rechnungsausreißer von 100 bis 2.000 Euro! "Die Tarifinformationen sind zu unscharf. Die Anbieter müssen für klarere Tarifinformationen sorgen und ein Sperrservice ab Erreichen eines individuell festlegbaren, monatlichen Höchstbetrags anbieten", verlangt Zimmer. "Tun sie das nicht freiwillig, muss es im Telekomgesetz geregelt werden."

Mit dem Handy immer ins Internet. Die AK hat 20 Vertrags- und elf Wertkartenangebote für mobiles Breitbandinternet erhoben. Im besten Fall kosten im Datenpauschale etwa sechs Gigabyte neun Euro oder 19 Gigabyte 15 Euro. Bei Wertkartenanbietern kostet das Gigabyte meist 20 Euro für zwölf Monate. Der Mehrverbrauch wird teuer. Das kann etwa sein, wenn Musikdownloads eine nicht abschätzbare große Datenmenge haben. Dann wird mengenabhängig abgerechnet: So verlangen die Anbieter zehn bis 25 Cent pro zusätzlichen Megabyte. Im Pauschale sind es umgerechnet nur 0,1 bis 0,4 Cent je Megabyte (Vertragstarife), zwei Cent je Megabyte bei Wertkarten-Handys. Wird das Pauschale überschritten, können im schlimmsten Fall zehn Gigabyte rund 1.300 Euro kosten.

In der AK Beratung melden sich immer wieder Konsumenten, weil unerwartet hohe Rechnungen ins Haus flattern. Die AK hat 15 Beschwerden analysiert. Die Verbraucher hatten meist Tarife für Datenpakete mit einem Datenvolumen von fünf bis 19 Gigabyte. Aber:
Sie zahlten auf einmal mehr drauf - im Schnitt waren es 620 Euro! Bei drei Konsumenten waren die Kosten sogar extrem hoch: 1.150 Euro, 1.500 Euro und 2.000 Euro. "Die Konsumenten wissen nicht wirklich, was ihr Tarif bietet und welche Kostenfolgen ein Überschreiten des Pauschales hat", so Zimmer.

Gründe für die hohen Rechnungen: Die Verbraucher werden oft nicht vor den Kostenfallen gewarnt, wenn das Datenpauschale aufgebraucht ist. In vielen Verträgen wird auf das inkludierte Datenvolumen hingewiesen, nicht aber wie nach dem Ausschöpfen der Pauschale verrechnet wird. Oft wird auch die Technik zum Verhängnis, wenn etwa regelmäßig automatische Verbindungen ohne Wissen des Verbrauchers aufgebaut werden. Smartphones etwa können mit Mini-Programmen, Apps, aufgerüstet werden. Apps informieren beispielsweise den Nutzer über neue e-mails - die Anwendungen prüfen ständig das Postfach und bauen dicht hintereinander Verbindungen zum Internet auf.
SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter www.arbeiterkammer.at (Forts.)

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