Alle Kinderrechte müssen in die Verfassung

ECPAT Österreich warnt davor, Problembereiche auszusparen

Wien (OTS) - Kinderrechte sind nicht teilbar, folgedessen dürfen auch schwierigere Bereiche wie zum Beispiel die Rechte von Kinderflüchtlingen oder Opfern von Kinderhandel sowie der spezifische Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeglicher Diskriminierung oder vor Armutsgefährdung nicht ausgespart werden.

Beispielsweise sei Österreich nach wie vor nicht in der Lage, etwa verlässliche Daten über die Anzahl der in Österreich aufgegriffenen Opfer von Kinderhandel zu machen, da es allerorts an Ressourcen mangelt und sich von Behördenseiten oft niemand zuständig fühlt. "Wir brauchen dringend für ganz Österreich geltende Standards bei der Versorgung von Opfern sowie geschulte und sensibilisierte SozialarbeiterInnen und PolizistInnen, um den Opfern adäquat helfen zu können. Wie soll das funktionieren, wenn die Regierung spezifische Schutzvorschriften, wie sie etwa für Kinderflüchtlinge oder Opfer von Kinderhandel vorgesehen wären, gar nicht mit berücksichtigen will", kritisiert Astrid Winkler, Geschäftsführerin von ECPAT Österreich. "Wir appellieren daher an die 183 Nationalratsabgeordneten, dem vorliegenden Bundesverfassungsgesetz über die Rechte der Kinder am kommenden Donnerstag 20. Jänner 2011 nicht zuzustimmen", so ECPAT Österreich.

Es widerspricht dem Geist der UN-Kinderrechtskonvention, dass der vorliegende Entwurf nur einzelne Kinderrechte herausgreift und andere unberücksichtigt lässt. Von "vollständiger Erfüllung der Standards der Kinderrechtskonvention in Österreich" könne also keine Rede sein. ECPAT Österreich schließt sich der Kritik von zahlreichen Kinderrechts-ExpertInnen aus dem Netzwerk Kinderrechte an, die umfangreichen Empfehlungen des Kinderrechtsausschusses zu Österreich - nachzulesen auf www.kinderhabenrechte.at -umzusetzen.

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ECPAT Österreich, Astrid Winkler - Mobil: 06991 923 76 02
Email: winkler@ecpat.at, Web: www.ecpat.at

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