Spendenveranlagung: Dreikönigsaktion begegnet Vorwürfen

Nachrichtenmagazin "profil" hatte von Verlusten nach Erwerb von Immobilienaktien berichtet

Wien-Linz, 17.01.11 (KAP) Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar hat am Montag auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins "profil" reagiert, wonach mit Spendengeldern risikoreiche Immobilienaktien erworben und durch die Finanzkrise Verluste eingefahren wurden. Es sei richtig, dass die Dreikönigsaktion der Diözese Linz im Jahr 2005 184.000 Euro in Aktien der "Conwert Immobilien Invest AG" investiert habe. "Diese Veranlagung von Sternsingerspenden in Wohnraumvorhaben in Österreich wurde im Rahmen eines Bündels ethischer Zwischenveranlagungen getätigt", 2009 habe man durch den Kursverfall einen Verlust eingefahren, heißt es in einer "Kathpress" vorliegenden schriftlichen Stellungnahme. Insgesamt seien aber keine Spenden verloren gegangen, weil sich der Kurs der Immobilienaktien inzwischen erholt hat, betonte die Dreikönigsaktion.

Erwin Eder, Geschäftsführer der Dreikönigsaktion auf Österreich-Ebene, bedauerte in der Stellungnahme "zutiefst, dass bei der Veranlagung von Geldern ein Risiko eingegangen wurde, das sich im Zuge der Finanzkrise als zu groß herausgestellt" habe. In Summe sei es bei den Zwischenveranlagungen zu keinen Verlusten gekommen. Die Dreikönigsaktion habe jedoch "die Lehren daraus gezogen", Zwischenveranlagungen werden "heute nur mehr in ganz risikoarmen Formen vorgenommen". In anderen österreichischen Diözesen habe die Dreikönigsaktion gar keine Veranlagungen in Aktien getätigt.

Der in der Bischofskonferenz für die Dreikönigsaktion zuständige Linzer Bischof Ludwig Schwarz erklärte zu der Sache, die Dreikönigsaktion trage seit 2001 das Spendengütesiegel und werde jährlich von Wirtschaftsprüfern nach strengen Richtlinien unter die Lupe genommen. Er vertraue sehr auf die sorgfältige und umsichtige Verwaltung der Spenden, so Schwarz.

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