FPÖ: Graf: Prölls Privatuni ist klare Absage an Karls Studentenverhinderungspolitik

Deimek: Pühringer soll sich Beispiel an seinem Amtskollegen aus Niederösterreich nehmen

Wien (OTS) - Dass Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll nun in bekannt gönnerhafter Manier eine medizinische Privat-Universität in Krems ankündige, sieht FPÖ-Wissenschaftssprecher NAbg. Martin Graf als Schlag ins Gesicht von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl. "Selbst in der ÖVP hat sich schon herumgesprochen, dass die Zugangsbeschränkungen an den öffentlichen Med-Unis in absehbarer Zeit einen erheblichen Ärztemangel in Österreich hervorrufen werden - nur leider noch nicht bis zur Ministerin."

Privatuniversitäten seien als Teil des Bildungsangebotes grundsätzlich begrüßenswert, so Graf, wobei darauf geachtet werden müsse, dass diese nicht ausschließlich aus öffentlichen Mitteln, hier aus solchen des Landes Niederösterreich, finanziert würden. Es sei aber nicht Sinn der Sache, durch private und wohl auch kostenpflichtige Angebote die von der Politik erzeugten Engpässe auszugleichen. "Ich fordere die Wissenschaftsministerin auf, diesem Wink mit dem Zaunpfahl endlich Rechnung zu tragen und von ihrer rigiden Kontingentierungspolitik im Bereich der Medizin, aber auch in vielen anderen Studien abzugehen", erklärt Graf. Es gebe gerade in der Medizin wesentlich vernünftigere Möglichkeiten, um herauszufinden, wer für dieses Studium geeignet ist, als es die derzeit angewendeten Aufnahmeprüfungen seien. "Wir Freiheitlichen haben wiederholt vorgeschlagen, in die erste Studienphase ein verpflichtendes Praktikum im Pflegebereich einzubauen. Da würde sich schnell zeigen, wer die sozialen Voraussetzungen für den Arztberuf erfüllt."

Prölls Initiative zeige auch auf, wie man in der Politik zu Lösungen kommen könne, erklärt der freiheitliche Technologiesprecher und Obmannstellvertreter der FPÖ Oberösterreich, NAbg. Gerhard Deimek:
"Im Gegensatz dazu steht das unwürdige Gezerre um die Linzer Medizin-Uni, die zwar dringend notwendig ist, aber leider an der Umsetzungskompetenz der oberösterreichischen ÖVP, allen voran des Landeshauptmanns Pühringer scheitert", stellt Deimek fest. Pühringer solle sich an Pröll ein Beispiel nehmen und endlich auch kreative Wege suchen, wenn der Bund - und hier auch seine eigenen Parteikollegen aus Oberösterreich - weiterhin die Linzer Med-Uni blockiere.

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