Seniorenbundchef Khol kritisiert "Nationalen Ernährungsplan": Stöger vergisst ein Drittel der Bevölkerung!

Entgegen gesetzlicher Vorschrift Seniorenrat nicht eingebunden!

Wien (OTS) - "Wie, so fragt sich der Gesetzgeber, kann man die Österreicherinnen und Österreicher zu einer gesünderen Ernährung bewegen? Die Antwort liegt nun angeblich im "Nationalen Ernährungsplan" vor, der morgen im Ministerrat beschlossen werden soll. Doch in diesem Ernährungsplan gibt es keine einzige Maßnahme für Österreichs mehr als 2,3 Millionen Pensionistinnen und Pensionisten! Was soll das für ein "Nationaler" Plan sein, wenn ein Drittel der Bevölkerung von vorn herein ausgeschlossen ist!? Und die Senioren wurden von Anfang an erst gar nicht eingebunden", kritisiert Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen Seniorenrates die Vorlage des Gesundheitsministers.

Besonders ärgerlich sei nämlich, so Khol, "dass der Gesundheitsminister jenes Gesetz missachtet, das vorschreibt, dass der Seniorenrat zu allen Beratungen beigezogen werden muss, die die Senioren betreffen können. Alle möglichen Institutionen wurden zu diesem Ernährungsplan befragt - nur die gesetzliche Vertretung Seniorenrat nicht!"

Khol fordere daher "den Gesundheitsminister zu einer sofortigen Einbindung des Seniorenrates" auf. "Vor allem in die "Nationale Ernährungskommission" muss der Seniorenrat jetzt umgehend berufen werden!"

"Die Frage der Ernährung ist vor allem für die älteren Generationen entscheidend. Denn im Alter ändern sich die Ernährungsbedürfnisse gegenüber den jungen Jahren nachhaltig. Da bedürfte es spezieller Programme, die jedoch bisher völlig fehlen. Außerdem stellten zuletzt mehrere Studien eine bedenkliche Unterernährung bei Hochbetagten Pflegebedürftigen fest. Mit bestimmten Krankheiten fehlt plötzlich der Appetit und vor allem in Pflegeheimen fehlt oft die Zeit oder das Personal, um die Pflegebedürftigen geduldig während der gesamten Mahlzeit zu unterstützen. Vor allem an diesen beiden Punkten muss der Gesundheitsminister noch ansetzen, um dem Anspruch eines "Nationalen Ernährungsplanes" gerecht werden zu können", so Khol abschließend.

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