Verletzungsrisiko beim Skifahren sinkt - am gefährlichsten ist nach wie vor Selbstüberschätzung

Fachverband der Seilbahnen stellt klar: Skifahren ist keine Risikosportart - Auf rund 15.000 Beförderungen kommt statistisch ein Unfall

Wien (OTS/PWK021) - Immer wieder wird in den Medien über Horror-Unfallzahlen beim Skifahren berichtet, die den Eindruck erwecken, dass Skifahren besonders gefährlich sei. "Doch betrachtet man die Fakten, so erkennt man, dass Skifahren keine Risikosportart und das Verletzungsrisiko im Skisport sogar rückläufig ist", stellt Franz Hörl, Abgeordneter zum NR und Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich, klar.
"Bei den publizierten Unfallstatistiken werden oft Verletzte, die abseits gesicherter Pisten unterwegs gewesen sind ebenso mit eingerechnet wie Personen, die durch Erkrankungen oder internistische Notfälle zu Tode gekommen sind", erläutert Hörl und warnt vor einer medialen Panikmache vor dem Skisport.

Daten der deutschen Auswertungsstelle für Skiunfälle, die im Auftrag des DSV erhoben wurde, zeigen, dass die Zahl der Verletzten im alpinen Skisport seit dem Winter 1978/80 um rund 50% gesunken ist - und das, obwohl die Beförderungszahlen stetig steigen. Laut der deutschen Erhebung lag die Gesamtzahl der verletzten Skifahrer zuletzt bei ca. 55.000 bis 58.000, das sind etwa 1,31% bis 1,38% der Skifahrer. Davon mussten rund 8.500 Skifahrer stationär behandelt werden, das sind ca. 0,2% aller Skifahrer. Eine Zahl zum Vergleich:
Die heimischen Seilbahnen leisten jährlich knapp 600 Millionen Beförderungen und zählen 53,5 Millionen Skifahrertage.

"Interne umfangreiche Unfallerhebungen des Fachverbandes der Seilbahnen aus dem Winter 2009/10 ergeben, dass in Österreich ein Unfall auf rund 15.000 Beförderungen kommt", so Hörl. "Anders gerechnet: Statistisch betrachtet, müsste ein Skifahrer 1.300 Tage lang Ski fahren, um einen Unfall zu erleiden, der eine Bergung nötig macht."

Bei den Unfällen spielen Kollisionen auf der Piste nur eine untergeordnete Rolle, der weit überwiegende Teil der Unfälle wird selbst verschuldet. Das ergeben die Erhebungen des Fachverbandes der Seilbahnen aus dem Winter 2009/10 (90 % Einzelsturz, 8% Kollision mit anderen Wintersportlern, 2% sonstige Ursachen).

Hörl fasst zusammen: "Der Großteil der Unfälle wird aus Eigenverschulden und Selbstüberschätzung verursacht. Unsere Zielsetzung liegt daher in einer verstärkten Information, Aufklärung und Bewusstmachung der Eigenverantwortung unserer Pistenbenützer, um die Unfallzahlen noch weiter zu senken." Persönliche Fitness und entsprechend gewartete Equipment müsse zur Basisvorbereitung eines Skitages werden. Sehr zu begrüßen seien in diesem Zusammenhang auch die erfolgten Verbesserungen im Bereich der Skiausrüstung und die permanent verbesserte Pistenqualität.

Der Fachverband der Seilbahnen leistet seit Jahren Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung in Sachen Vorbereitung auf den Pistenspaß und ist zudem Initiator der ARGE safer snow - more fun. Dass die zahlreichen bewusstseinsbildenen Maßnahmen greifen, lasse sich etwa auch an der stetig steigenden Zahl von Helmträgern unter den Skifahrern ablesen, so Hörl abschließend. (PM)

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