ÖSTERREICH: Darabos enthüllt Pläne für Freiwilligen-Heer

SPÖ-Minister: "Für Freiwlllige 1.500 Euro/ Monat, Milizsoldaten sollen 5.000 Euro/Jahr erhalten"

Wien (OTS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos nennt im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) neue Details des Freiwilligen-Bundesheer-Modells, das der SPÖ-Minister seinen Aussagen zufolge favorisiert. "Meine Tendenz geht zu einem neuen Freiwilligen-Heer, das nach dem erfolgreichen schwedischen Vorbild konzipiert ist, aber in besonders guter Form auch Katastrophenschutz und Auslandseinsätze gewährleisten wird."

Und so sieht Darabos' Lieblingsmodell aus:

- Das Heer behält jene 16.000 Berufssoldaten, die es derzeit schon hat.

- Dazu kommen 4.500 Freiwillige, die sich auf drei Jahre verpflichten. Ob sich genug melden? Darabos: "Hundertprozentig! Wir brauchen nur 2.000 Freiwillige jedes Jahr und haben derzeit schon 3.000 Bewerbungen jährlich."

- Neu sind 10.000 freiwillige Miliz-Soldaten. Darabos: "Statt den verpflichtenden Grundwehrdienern gibt es in Zukunft 10.000 Miliz-Soldaten, von denen jedes Jahr 2.000 sechs Monate lang ausgebildet werden und der Rest 10 Jahre lang dem Heer für Übungen und Katastrophenschutz zur Verfügung steht."

- Die Freiwilligen erhalten laut dem SPÖ-Minister ein attraktives Angebot: 1.500 Euro/Monat für die Zeit beim Heer - und gleich 5.000 Euro für jedes der 10 Miliz-Jahre, in Summe sind das also 50.000 Euro.

Die Volksbefragung will Darabos jedenfalls schon vor dem Sommer, konkret im Juni, abhalten, erklärt er in ÖSTERREICH. Fallen soll die Wehrpflicht nach Ansicht des Ministers dann 2012.

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