Bildungsvolksbegehren - BZÖ-Bucher lädt Androsch zu Gespräch ein

Einladung für "Allianz pro Bildung" - Österreich braucht "Masterplan Bildung"

Wien (OTS) - "Es ist höchste Zeit zu Handeln. Das PISA-Debakel bedroht Österreichs Zukunft als Bildungs- und Wirtschaftsstandort und lässt Dramatisches für die Zukunft unserer Jugend befürchten. Österreichs Bildungssystem braucht eine Totalreform. Wenn die Regierung jetzt nicht handelt, dann muss die Bevölkerung den nötigen Druck demokratisch erzeugen. Ich lade deshalb Hannes Androsch zu einem persönlichen Gespräch über eine mögliche Unterstützung des BZÖ für sein Bildungsvolksbegehren ein", so BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher heute.

Bucher spricht sich für eine überparteiliche und unabhängige Initiative aus -"ein Bildungsvolksbegehren, unterstützt von allen, denen die Zukunft unseres Landes am Herzen liegt. Das BZÖ ist bereit, ein solches unabhängiges Volksbegehren tatkräftig zu unterstützen. Wir sind ebenfalls bereit, eine "Allianz für Bildung", quer über alle Parteigrenzen hinweg zu bilden und zu unterstützen. Jeder Reformer, jeder Erneuerer ist eingeladen, gemeinsam mit dem BZÖ für die Zukunft unserer Kinder zu kämpfen. Hier geht es nicht mehr um links oder rechts, sondern darum, dass Österreich in der Bildung wieder nach vorne kommt".

Es brauche einen "Masterplan Bildung" in Österreich. Das BZÖ sei ganz klar für eine gemeinsame Schule der sechs- bis 15-Jährigen. Bereits nach dem letzten Kindergartenjahr könne festgestellt werden, ob das Kind bereits schulreif ist oder noch ein Jahr die Vorschulklasse besuchen soll. "Grundvoraussetzung für die gemeinsame Schule ist eine innere Differenzierung, bei der Schüler in ihren Stärken gefordert und in den Schwächen gefördert werden". Der BZÖ-Bündnisobmann verlangte weiters ein neues, einheitliches Lehrerdienstrecht und warnte vor einem kommenden Lehrermangel. "Das Berufsbild der Lehrer muss neu erarbeitet und das Image aufpoliert werden. Die Lehrer sollen künftig am Vormittag und am Nachmittag in der Schule eine sichtbare Arbeit leisten und den Schülern auch Förderunterricht erteilen. Wir brauchen auch höhere Einstiegsgehälter, um moderne, engagierte Lehrer für die Zukunft zu rekrutieren", erklärte Bucher.

Bucher betont, dass die Bildung endlich "politikfreie Zone" werde müsse und die acht Milliarden Euro, die jährlich in die Bildung investiert werden, zielgerichtet eingesetzt werden sollen. Das Kernproblem in Österreich sei das Kompetenzwirrwarr, das keine geordneten Strukturen zulasse. Es müsse weniger Geld in die Verwaltung und mehr Geld in die Schulen und Schüler fließen. "Wir brauchen eine klare Bildungskompetenz, die beim Bund liegt und Länder, die außerhalb des parteipolitischen Spannungsfeldes die Maßnahme umsetzen", so der BZÖ-Chef.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0005