BZÖ-Ebner: Weg mit der Wehrpflicht, her mit der Bürgerhilfe

Wien (OTS) - BZÖ-Generalsekretär Christian Ebner verlangt heute die Aussetzung der Wehrpflicht und die Einführung der freiwilligen Bürgerhilfe des BZÖ als Zivildienstersatz. Die Bürgerhilfe des BZÖ ist eine Weiterentwicklung des Freiwilligen Sozialen Jahres und fußt auf drei Säulen: Junge Freiwillige sowie der Einbindung von Langzeitarbeitslosen und Pensionisten. Neben Anreizen wie steuerliche Begünstigungen, soll es nach den Vorstellungen des BZÖ eine ordentliche Bezahlung von 1.300 Euro brutto - das sind rund 1.00 Euro netto - geben, um Lohndumping zu vermeiden. "Die Wehrpflicht ist nicht mehr zeitgemäß und ist in ganz Europa ein Auslaufmodell. Auch Österreich kann sich diesem Trend nicht verschließen. Das BZÖ fordert daher ein Freiwilligenheer mit Milizkomponente und das Modell der Bürgerhilfe als Zivildienstersatz", so Ebner. Zwangsmodelle wie das der Jungen ÖVP lehnt das BZÖ ab.

Der BZÖ-Generalsekretär erinnert daran, dass derzeit 40 Prozent des zwei Milliarden schweren Heeresbudgets für den Grundwehrdienst aufgewendet werden. Bei einer Abschaffung der Wehrpflicht stünden damit rund 800 Millionen Euro für ein Berufsheer zur Verfügung. Zusätzlich betrage der Steuerentfall durch die Zwangsverpflichtung der Grundwehrdiener über 300 Millionen Euro jährlich. Sowohl die Berechnungen des BZÖ wie auch des WIFO würden zeigen, dass ein Berufsheer insgesamt günstiger komme. "Es führt kein Weg vorbei - an einer Aussetzung der Wehrpflicht und der Bürgerhilfe".

Die BZÖ-Bürgerhilfe ist für Ebner unverzichtbar, um die jährlich zehn- bis dreizehntausend Sozialdienstleistenden zu sichern. "Unser BZÖ-Modell richtet sich an junge Menschen - Frauen wie Männer, die mindestens ein Jahr einen freiwilligen Sozialdienst leisten wollen. Ebenfalls machen wir den 25.000 Langzeitarbeitslosen, die über ein halbes Jahr beschäftigungslos sind - 5.000 sind es länger als ein Jahr - das Angebot, über diesen Weg den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu schaffen. Und als dritte Säule soll, wie in Deutschland, Pensionisten ermöglicht werden, ihre Erfahrungen im Rahmen der Bürgerhilfe gerade im Pflegebereich zu nützen", betont Ebner. Für die Absolvierung der Bürgerhilfe soll es Vorteile wie beispielsweise steuerliche Begünstigungen, Vorteile bei der Anstellung im Bundesdienst, eine Pensionsanrechnung und eine kostenlose Ausbildung im Sozialbereich geben.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0002