"profil": Ex-Pater Martin Bormann unter Missbrauchsverdacht wird von Ordensbruder in Schutz genommen

Widerspruch zu "profil"-Recherchen bei der Ordensleitung

Wien (OTS) - "Martin Bormann war es nicht", berichteten die "Salzburger Nachrichten" vergangenen Freitag. Die Meldung bezog sich auf eine "profil"-Story, in der ein 63-jähriger Ex-Zögling des Gymnasiums der Herz Jesu Missionare in Salzburg-Liefering seinem damaligen Erzieher Martin Bormann, Sohn des Hitler-Sekretärs, schweren sexuellen Missbrauch vorwarf. Ein heute 80-jähriger Pater des Ordens behauptet in dem SN-Bericht, Bormann habe am 9. September 1960 das Internat verlassen, sein vermeintliches Opfer sei erst vier Tage später eingetreten. Dieser Darstellung widerspricht "profil" in seiner neuen Ausgabe. Im Zuge der Recherchen habe man mehrmals mit dem heutigen Ordensprovinzial, Pater Walter Licklederer, über den Fall Victor M. gesprochen. Der Provinzial habe aus dem Bormann-Akt zitiert, dieser sei vom Sommer 1959 bis März 1961 in Salzburg-Liefering tätig gewesen, also zu jener Zeit, als auch der Ex-Zögling an der Schule war. Aufzeichnungen zu dem Buben habe der Provinzial nicht gefunden, berichtet "profil". Das Magazin hatte seinerzeit auch mit ehemaligen Mitschülern von Victor M. gesprochen. Sie erinnerten sich an den zurückgezogenen, künstlerisch begabten Buben. Über den damaligen Präfekten Bormann erzählten sie, er habe sowohl fürsorgliche Seiten gehabt als auch brutal zugeschlagen.

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