Neue NÖ Bauernbund-Direktorin präsentiert umfangreiches Arbeitsprogramm

Tanner: Ausgleichszahlungen für Bauern dauerhaft sichern

Wien (OTS) - Die seit Anfang Jänner 2011 amtierende neue
Direktorin des NÖ Bauernbundes, Klaudia Tanner, hat heute ein ambitioniertes Arbeitsprogramm vorgestellt. Mit dessen Umsetzung sollen die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe und die Entwicklung des ländlichen Raums insgesamt gesichert werden. "Ich werde mit aller Kraft für die Anliegen der Bauern kämpfen", versprach Tanner auf einer Pressekonferenz in St. Pölten. Konkret nannte sie folgende Schwerpunkte: Die Ausgleichszahlungen für Bauern müssten dauerhaft gesichert werden. Verwaltungsvereinfachungen und der Bürokratieabbau seien voranzutreiben. Im Rahmen der Plattform "Forum Land" will sich Tanner auch mit wichtigen gesellschaftspolitischen Themen befassen.

"Derzeit führt die Arbeiterkammer wieder einmal einen parteipolitisch motivierten Kleinkrieg gegen die Landwirte, denen sie durch das Budget steuerliche Vorteile und ungerechtfertigt hohe Förderungen unterstellt. Diese Vorwürfe sind sachlich völlig haltlos", wehrte sich Tanner. "Wir sind weder bei der Mineralölsteuer bevorzugt, noch beziehen wir ungerechtfertigte Förderungen. Dies sind vielmehr Ausgleichszahlungen, die wir für konkrete Leistungen beziehen und die für die Existenz unserer 45.000 Bauernfamilien in Niederösterreich notwendig sind. Es geht schlicht und einfach um die Zukunft unserer Bauern", stellte Tanner fest. Diese Ausgleichszahlungen müssten dauerhaft gesichert werden. Andernfalls würden die Lebensmittelpreise steigen, weitere Folgen wären ein negativer Umwelteffekt sowie die Industrialisierung der Landwirtschaft, warnte die Bauernbund-Direktorin.

Nach wie vor hätten Landwirte mit Bürokratie und Papierkram zu kämpfen. "Dazu kommen im agrarischen Bereich zu viele, oft schikanöse Kontrollen", so Tanner. Derzeit gäbe es mehrere verschiedene Kontrollstellen. Sinnvoller wäre es hier, eine zentrale Behörde zu installieren, in der ein Prüfer sämtliche Bereiche am Hof untersucht.

Leben am Land muss lebenswert bleiben

Über seine überparteiliche Plattform "Forum Land" widmet sich der NÖ Bauernbund auch aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Tanner:
"Natürlich sind wir eine politische Interessenvertretung. Gerade deshalb ist uns aber auch die Entwicklung des gesamten ländlichen Raums ein großes Anliegen." Die dörfliche Struktur müsse erhalten bleiben, dafür sei aber auch einiges zu tun. Mit "Forum Land" sollen nun die Initiativen diesbezüglich ausgebaut werden, beispielsweise durch das Veranstalten von Diskussionen. Thematisch geht es um gesellschaftlich beziehungsweise demografisch essenzielle Problemkreise wie medizinische Versorgung, Pflege und Bildung. "Allein die Tatsache, dass sich die Zahl der Senioren in Niederösterreich von heute 365.000 bis zum Jahr 2050 annähernd verdoppeln wird, zeigt die Brisanz auf. Es geht aber auch um die Nahversorgung in den Kommunen sowie um Ausbildungseinrichtungen und Arbeitsplätze für die Jugend. "Wenn hier zu wenig geschieht, wird die Landflucht unvermindert anhalten", sagte Tanner.

Dass man in diesem Bereich etwas bewegen könne, davon ist Tanner überzeugt. "Der NÖ Bauernbund ist in den Gemeinden stark verankert. Wir haben in Niederösterreich 16.000 sehr engagierte Funktionärinnen und Funktionäre, die in 1.500 Ortsgruppen aktiv sind. In vielen Kommunen stellen wir auch den Bürger- oder Vizebürgermeister, das heißt, dass wir in der Lage sind, auch gesellschaftspolitisch viel zu gestalten", gab die Bauerbund-Direktorin zu bedenken.

Familie ist eine Herzensangelegenheit

"Auf vielen Bauernhöfen leben noch mehrere Generationen unter einem Dach. Das hat viele Vorteile, etwa wenn die jüngeren älteren oder gebrechlichen Familienmitgliedern eine Pflege angedeihen lassen können. Auch die gelebte Partnerschaft am Hof ist mir ein großes Anliegen, sie kommt nicht nur der Familie zugute, sie nützt auch dem Betrieb. Immerhin sind viele unserer Betriebsführer Frauen", unterstrich Tanner.

Umstieg in eine neue Medienwelt

Ein weiteres zentrales Anliegen ist ihr die verstärkte Nutzung der neuen Medien, um die Serviceleistungen des NÖ Bauernbundes für seine Mitglieder noch zu verstärken. Dazu wird es in Kürze einen Relaunch der Homepage geben und es werden die Online-Aktivitäten wie etwa der Newsletter ausgebaut.
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