VIRUS: Schultes hat bei Donau keine Ahnung von Tuten und Blasen

Wien (OTS) - Kritik an den Äußerungen des Abgeordneten Schultes zu Schifffahrt, Donau und Nationalpark übt die Umweltorganisation. VIRUS Sprecher Wolfgang Rehm: "Was Schultes in eine einzige Aussendung an Unsinn verpacken kann, geht auf keine Kuhhaut. Dieser Mensch kennt sich bei keiner der relevanten Materien auch nur annähernd aus und hat ausgehend von diesem niedrigen Niveau in den letzten 25 Jahren auch nichts dazugelernt, wie sich im Vorjahr im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung im Umweltausschuss des Nationalrates eindrucksvoll gezeigt hat."

VIRUS empfiehlt Schultes, zunächst ein paar Nachilfekurse in Sachen Verkehrswirtschaft, Flussbau, Ökologie sowie Umwelt und Naturschutzrecht zu belegen, vielleicht werde ihm danach klarer werden, dass er nicht in der Position ist, ehrlichen Umweltorganisationen, wie dem Umweltdachverband oder dem WWF wenig wohlmeinende Ratschläge zu erteilen. "Schultes weiss weder über verfügbare Alternativen und möglicherweise auch nicht über die fortlaufende Verhinderung einer Alternativenprüfung Bescheid, noch ist er in der Lage, das Gutachten von Professor Nachtnebel, das viele grundlegende Planungsmängel aufgezeigt hat, zu verstehen, geschweige denn zu widerlegen,"kritisiert Rehm und setzt nach: "Ein Politiker der seine Funktion behalten will, ist gut beraten, angesichts der nationalparkrechtlichen Probleme nicht zum Rechtsbruch aufzurufen, auch dann nicht, wenn das Bemühen offensichtlich ist, seinem ehemaligen Distelvereins-Geschäftsführer, der sich als Nationalparkdirektor ohne Not in eine peinliche Situation manövriert hat, zu Hilfe zu eilen." Wenig Freude bereitet Wolfgang Rehm auch , dass durch Schultes' Abstammung auch das Marchfeld in Mißkredit gebracht wird: "Als unfreiwilliger Nachbar aus Marchegg schäme ich mich fast dafür, was hier ein Zwerndorfer von sich gibt."

In Sachen der nun mehrfach als "Schutzschirm" reklamierten anonymen Unterschriftenliste weist VIRUS darauf hin, dass schnell einmal rund 100 Personen zusammenkommen können, wenn die Mitarbeiter der am Flussbauprojekt der via donau beteiligten Institute zur Unterschriftsleistung angehalten werden. "In einem Punkt geben wir Schultes allerdings recht, die Petition unterstreicht tatsächlich die fachliche Qualität des Projekts. Nachdem diese überaus wissenschaftliche Petition sich diametral widersprechende Forderungen kombiniert, ist, anders als es Schultes gemeint hat, das eine genauso schlampig und patschert wie das andere," so Rehm abschließend.

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