Umweltdachverband: VP Schultes in Nationalpark- und Schifffahrtsfragen ahnungslos!

- ÖVP-Umweltsprecher als Handlager von via donau und Schotterlobbyisten - Schultes ruft zum Bruch des NÖ Nationalparkgesetzes auf

Wien (OTS) - In einer Aussendung wendet sich heute der ÖVP-Umweltsprecher, Hermann Schultes, an die Öffentlichkeit und spricht sich sehr deutlich für das Pilotprojekt bei Bad Deutsch Altenburg und damit auch das Flussbauliche Gesamtprojekt an der Donau östlich von Wien aus. "Schultes, der in seiner Funktion als ÖVP-Umweltsprecher durch Nullaussagen und Untätigkeit in Sachen Umweltpolitik glänzt, verkennt auch in diesem Fall wieder die Realität", so Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

"Die Aussagen Schultes sind gespickt mit Unwahrheiten und in weiten Teilen wortident mit den gestrigen Aussendungen der via donau. Schultes macht sich damit zum Handlanger der via donau und der Schotterlobbyisten. Diese sind die einzigen, die das Projekt in der derzeit vorliegenden Form wollen, weil sie daran Millionen verdienen", so Heilingbrunner. "Wenn Schultes schon renommierte Professoren zitiert, die zwar im wissenschaftlichen Beirat des Nationalparks Donau-Auen sitzen, gleichzeitig aber im Lenkungsausschuss der via donau und zum Teil auch in direktem Auftragsverhältnis mit dieser stehen, müsste er erkennen, dass der Verdacht der Befangenheit dieser Experten nahe liegt. Nicht der Umweltdachverband und andere Organisationen, die sich gegen das Pilotprojekt und gegen das Gesamtprojekt aussprechen, sondern Schultes selbst stellt den Nationalpark in Frage. Denn als vermeintlich gut informierter Umweltsprecher müsste er wissen, dass das vorliegende Naturversuchsprojekt der via donau nach dem NÖ Nationalparkgesetz nie und nimmer eine Genehmigung erhalten kann. Dies wird durch drei unabhängige Rechtsgutachten bestätigt. Gegengutachten gibt es keines. Das gesetzlich normierte absolute Eingriffsverbot in die Kernzone des Nationalparks Donau-Auen wird der VP-Umweltsprecher wohl nicht aushebeln können, sein heutiger Aufruf zum raschen Bau des Pilotprojektes Bad Deutsch Altenburg ist wie ein Aufruf zum Gesetzesbruch", erklärt Heilingbrunner.

Abschließend stellt der Umweltdachverbandspräsident fest, dass er eine Einmischung in vereinsinterne Angelegenheiten von Externen nicht duldet: "Insbesondere verwehre ich mich gegen eine Einmischung durch einen ahnungslosen Parteipolitiker wie Schultes."

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