AMS erwartet ab 2013 deutliche Entspannung am Arbeitsmarkt

Wien (OTS) - Kräftiges Beschäftigungswachstum und Rückgang der Arbeitslosigkeit 2010 - 2011 und 2012 wird die Beschäftigung weiter wachsen, das steigende Arbeitskräfteangebot führt jedoch zu keinem weiteren Sinken der Arbeitslosigkeit

Der österreichische Arbeitsmarkt hat sich 2010 in rasantem Tempo von der Wirtschaftskrise erholt. Durch die Konjunkturerholung gab es eine kräftige Arbeitskräftenachfrage, die Beschäftigung kletterte im November und Dezember auf ein Rekordniveau. Im Jahresdurchschnitt stieg die Zahl der aktiv Beschäftigten um 0,9 Prozent oder 30.236 auf insgesamt 3,289.546 Personen (vorläufiger Wert), die Zahl der Arbeitslosen ging um 3,7 Prozent oder 9.527 auf 250.782 Personen zurück. Die Arbeitslosenquote nach österreichischer Berechnungsmethode sank von 7,2 Prozent im Jahr 2009 auf 6,9 Prozent. "Wir rechnen damit, dass sich in den Jahren 2011 und 2012 der Aufschwung weiter fortsetzen wird, wenn auch weniger expansiv. Spätestens ab 2013 wird sich der Aufschwung aber kräftig durchschlagen: Dann fallen Rückstaueffekte aus der Krise weg und die Arbeitslosigkeit in Österreich wird deutlich sinken", erklärte Herbert Buchinger, Vorstandsvorsitzender des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich, heute, Freitag, anlässlich der Pressekonferenz zur Arbeitsmarktvorschau des AMS.

2011 und 2012: Beschäftigung wächst weiter, aber Arbeitskräfteangebot steigt

Durch den Aufschwung wird nach Prognosen des AMS auch in den Jahren 2011 und 2012 die Zahl der aktiv Beschäftigten weiter wachsen (2011: plus 26.400 auf 3.315.800, 2012: plus 29.200 auf 3.345.000). Das Beschäftigungswachstum ist aber zu gering, um den gleichzeitigen Anstieg des Arbeitskräfteangebotes in den Jahren 2011 und 2012 auszugleichen. Die Arbeitslosigkeit wird daher voraussichtlich wieder leicht steigen (2011: plus 7.000 auf 257.500, 2012: plus 1.200 auf 258.700), die Registerarbeitslosenquote wird 2011 und 2012 bei 7 Prozent liegen. "Grund für den Anstieg des Arbeitskräfteangebotes sind Rückstaueffekte aus der Wirtschaftskrise. Durch die steigenden Beschäftigungsaussichten drängen beispielsweise wieder mehr Jugendliche, die während der Krise in Ausbildung waren, oder Frauen, die aufgrund des verringerten Arbeitsplatzangebotes den geplanten Wiedereinstieg verschoben haben und während der Krise länger bei ihren Kindern zuhause geblieben sind, wieder auf den Arbeitsmarkt. Zudem werden ab Mai zusätzliche Arbeitskräfte aus den neuen EU-Ländern erwartet", so Buchinger.

Arbeitslosenquote sinkt 2013 auf 6,6 Prozent

In den Jahren 2013 und 2014 wird das reale BIP-Wachstum mit 3,2 Prozent bzw. 2,9 Prozent wieder kräftiger ausfallen (2011: 2,1 %, 2012: 2,4 %). Durch die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen wächst die Aktivbeschäftigung weiter (2013: plus 44.600 auf 3.389.600, 2014:
plus 42.300 auf 3.431.900) und übersteigt das Angebot an Arbeitskräften. Damit geht die Arbeitslosigkeit in den Jahren 2013 und 2014 zurück (2013: minus 12.900 auf 245.800, 2014: minus 16.500 auf 229.300). Die Arbeitslosenquote nach österreichischer Berechnung sinkt im Jahr 2013 auf 6,6 Prozent und 2014 auf 6,1 Prozent.

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