Mölzer: Für Zurückhaltung bei Aufregung um ungarischen "Geschichtsteppich"

Keine politische Kraft im Budapester Parlament fordert Deutsch-Westungarn zurück - Lage der ungarischen Minderheit in der Slowakei und in Siebenbürgen ist zu verbessern

Wien (OTS) - Bezüglich der Aufregung um den sogenannten "Geschichtsteppich", den die ungarische EU-Ratspräsidentschaft im Brüsseler Ratsgebäude auflegen ließ und der Ungarn in den Grenzen von 1848 zeigt, mahnte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zu Zurückhaltung und Realismus. "Ungarn hat mit dem Vertrag von Trianon zweifelsohne schwere Gebiets- und Bevölkerungsverluste hinnehmen müssen, welche auch heute noch viele Magyaren schmerzen", so Mölzer weiter.

Allerdings ist der freiheitliche Europa-Abgeordnete im Gegensatz zur Grünen EU-Mandatarin Ulrike Lunacek nicht der Auffassung, daß die ungarische Regierung von Ministerpräsident Orban mit dem "Geschichtsteppich" die Absicht bekunde, den Vertrag von Trianon zu überwinden. "Die Ungarn sind realistisch genug um zu wissen, daß Grenzänderungen nicht möglich sind". Zudem gäbe es im Budapester Parlament, so Mölzer, keine politischen Kräfte, die Deutsch-Westungarn zurückfordern.

Um die bestehenden Spannungen zwischen Ungarn und einigen seiner Nachbarn abzubauen, müßten auch letztere einen Beitrag leisten, erklärte der freiheitliche EU-Mandatar. "Diskriminierungen der ungarischen Minderheiten müssen ein Ende haben, und die Ungarn in der Slowakei und in Siebenbürgen müssen dieselben Rechte erhalten wie die ungarische Minderheit in Österreich", schloß Mölzer.

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