Die Pflege braucht dringend mehr Personal, zusätzlich 6.000 pro Jahr!

Presseaussendung der Bundesvertretung 9 - Landesanstalten und Betriebe in der GÖD

Linz (OTS) - Der Vorsitzende der Bundesvertretung 9 -Landesanstalten und Betriebe in der GÖD - Johann Hable fordert dringend die Trägervertreter Bund, Länder, Gemeinden und Private auf, mehr Pflegepersonal zum Einsatz zu bringen.

Es ist nicht länger tragbar, dass unter den knappen Personalressourcen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weit über die Grenze der Zumutbarkeit hinausgehend belastet werden.
Burn Out hat in den Pflege- und Sozialberufen leider eine steigende Bedeutung.

In den nächsten 5 Jahren werden circa 30.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt, um einigermaßen den rasant steigenden Pflegebedarf abzudecken.

Die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen:

d. h. - Verdoppelung der derzeitigen Ausbildungskapazitäten - das Vorantreiben der FH-Ausbildung für Pflegeberufe derzeit werden die im Gesetz vorgesehenen Fachhochschulausbildungen für das Pflegepersonal nicht umgesetzt Zumindest, so fordert Hable ist pro Bundesland eine Fachhochschulausbildung für Pflegeberufe anzubieten.

Einhaltung von Zusagen

Seitens des Bundeskanzlers Werner Faymann und Vizekanzlers Dr. Erwin Pröll wurde eine Pflegefinanzierung für den Herbst 2010 angekündigt.

Der Vorsitzende der Bundesvertretung Landesanstalten und Betriebe fordert den Bundeskanzler und den Vizekanzler auf, diesen Pflegefonds endlich umzusetzen.

Den Sozialpartnern muss das Recht der Mitsprache eingeräumt werden. Wir wollen keine Schreibtischlösung, sondern eine bedarfsorientierte Pflegefinanzierung.

Dabei ist die Pflege und Betreuung in den Pflege- und Altersheimen und Behinderteneinrichtungen, als auch die Hauskrankenpflege zu berücksichtigen.

Das derzeit tätige Pflegepersonal stöhnt unter dem Personalmangel und der teilweise schlechten Bezahlung für diesen schweren Beruf. Zusätzliche Pflegekräfte bedeuten auch die Neuschaffung konjunkturunabhängiger Arbeitsplätze.

Die finanziellen Mittel dafür können aus dem Topf der AMS-Finanzierung für Arbeitssuchende zur Verfügung gestellt werden.

Auf Grund der demografischen Entwicklung (steiler Anstieg der Alterspyramide) sind Maßnahmen (wie z. B. vermehrte Pflegeausbildung usw. ) sofort in Angriff zu nehmen.

Johann Hable
Vorsitzender

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