Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg - Kein Baubeginn ohne Bewilligung

Wien (OTS) - Seit 2005 sind Wissenschaftler mit den Voruntersuchungen für das Pilotprojekt Bad-Deutsch Altenburg beschäftigt. Die Planungsgrundsätze wurden von Ökologen, Wasserbau-und Schifffahrtsexperten sowie unter Einbindung der Nationalparkverwaltung gemeinsam entwickelt. via donau bittet am 26. Jänner 2011 Expertinnen und Experten zum Runden Tisch, um die Ziele und Maßnahmen des Pilotprojekts zu diskutieren. Das Flussbauliche Gesamtprojekt und seine Pilotvorhaben gelten international als Vorzeigeprojekte im Zusammenhang mit der Einbindung verschiedenster Interessen in die Projektplanung.

Schrittweises Vorgehen ermöglicht Lernen vom Fluss

Mit dem Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg möchte via donau auf rund drei Kilometern Länge verschiedene flussbauliche Maßnahmen erproben, um die Eintiefung der Donau zwischen Wien und Bratislava nachhaltig und umweltverträglich zu stoppen. Besonders strömungsexponierte Bereiche der Stromsohle werden mit Donaukies im Durchmesser von 4 bis 7 cm gegen zu starke Erosion geschützt. Dieses in Österreich entwickelte Verfahren - die so genannte Granulometrische Sohlstabilisierung - soll die Eintiefung hemmen und so die sinkenden Wasserspiegel stabilisieren.

Das Verfahren zur Sohlstabilisierung wurde zunächst anhand hydrodynamischer Computermodelle entwickelt. An der Technischen Universität Wien wurden über mehrere Jahre hinweg aufwändige Modellversuche durchgeführt, um die Eignung des Verfahrens zu prüfen. Der nächste Schritt liegt nun im Test des Verfahrens in einem kurzen Abschnitt der Donau. Durch dieses stufenweise Vorgehen wird das Verfahren ständig weiterentwickelt. Gleichzeitig werden die Risiken minimiert. Wie auch in den bereits realisierten fünf Pilotprojekten in der Nationalparkstrecke wird auch das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg nur nach Vorliegen aller erforderlichen Bescheide umgesetzt.

Österreichs führende wissenschaftliche Experten für die Donau-Auen östlich von Wien waren an der Projektplanung beteiligt. Die Planungsmethoden entsprechend dem Stand der Technik. Das Gutachten von Prof. Nachtnebel wird derzeit von via donau geprüft. Sollte das Gutachten Planungsmängel aufdecken, werden diese im Gesamtprojekt selbstverständlich behoben.

Österreichs Wissenschaft stärkt via donau den Rücken

In einer gemeinsamen Petition sprechen sich über 140 WissenschaftlerInnen der Universität Wien, der Universität der Bodenkultur, der Technischen Universität Wien und des WasserClusters Lunz, für die rasche Umsetzung des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg aus. Die Unterzeichner machen auf die Notwendigkeit aufmerksam, das Verfahren zur Sohlstabilisierung in einer Versuchsstrecke zu erproben. Sie machen auch deutlich, dass langfristig keine nachhaltige Alternative zu den geplanten Maßnahmen vorliegt (siehe OTS0082: Nationalpark Donau-Auen: WissenschafterInnen schlagen Alarm).

via donau hat sich einer offenen Diskussion über Sachfragen nie verwehrt und wiederholt die Einladung zur Teilnahme am Runden Tisch am 26. Jänner 2011.

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