Effektiverer Einsatz der Polizei in den Grenzbezirken - Stärkung der AGM-Maßnahmen

Verwaiste Grenzdienststellen können Kriminalität nicht effektiv bekämpfen

Wien (OTS) - "Verwaiste Grenzdienststellen können Kriminalität nicht effektiv bekämpfen. Dazu braucht es andere Maßnahmen. Daher werden ab heuer die AGM-Maßnahmen verstärkt", sagte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Dr. Herbert Anderl. "Keine Polizistin und kein Polizist dieser Grenzdienststellen wird seinen Bezirk verlassen müssen. Jeder einzelne Beamte wird weiterhin in seinem Bezirk für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sorgen."

Bis Mitte 2011 wird ein neues Konzept umgesetzt, um noch effizienter für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen zu können. Die Kriminalstatistik zeigt, dass in den Grenzbezirken die Kriminalität deutlich zurückgeht. Dieser Rückgang ist auf eine Reihe an Maßnahmen zurückzuführen: z.B.: Schaffung der SOKO Ost und SOKO KFZ und den Masterplan gegen die Einbruchskriminalität. Eine weitere wichtige Maßnahme im Kampf gegen die Kriminalität stellen die im Zuge des Wegfalls der Grenzkontrollen geschaffenen Ausgleichsmaßahmen (AGM) dar - anstatt unmittelbarer Grenzkontrollen finden Polizeikontrollen flexibel im grenznahen Raum statt.

"Moderner Polizeidienst muss sich den geänderten Kriminalitätsbedingungen anpassen. Daher müssen die Polizistinnen und Polizisten dort zum Einsatz gebracht werden, wo und wann sie gebraucht werden", sagte Anderl.

Kosten in der Höhe von rund 1,1 Millionen Euro, die durch die Instandhaltung der Gebäude verursacht werden, werden in effizientere Maßnahmen investiert. Als Beispiel nannte der Generaldirektor mehr Polizistinnen und Polizisten auf der Straße, mehr Budget für die DNA-Offensive und Schwerpunktaktionen.

Betroffen von den neuen Maßnahmen sind bundesweit 30 Grenzdienststellen:

Burgenland:
Inzenhof
Mogersdorf
Andau
Apetlon
Deutsch Jahrndorf
Deutschkreutz
Rattersdorf
Eisenberg

Kärnten:
Loibltunnel
Karawankentunnel
Rosenbach
Wurzenpaß
Seebergsattel

Niederösterreich:
Berg
Hohenau an der March
Gmünd-Nagelberg
Harmanschag
Schönau
Kleinhaugsdorf
Mitterretzbach
Hardegg
Oberthürnau
Drosendorf
Schrattenberg

Oberösterreich:
Wullowitz

Steiermark:
Gamlitz
Klöch

Tirol:
Pfunds

Vorarlberg:
Höchst
Feldkirch-Bangs

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Inneres
Mag. Rudolf Gollia, Oberst
Sprecher des Ministeriums
Tel.: +43-(0)1-53 126-2490
rudolf.gollia@bmi.gv.at

Bundesministerium für Inneres
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit - Infopoint
Tel.: +43-(0)1-53 126-2488
infopoint@bmi.gv.at
www.bmi.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NIN0001