FPÖ: Vilimsky für sofortigen Stopp der EU-Türkei-Gespräche nach Erdogan-Aussagen

Türkei will eine islamische Union - aber bitte ohne Unterstützungszahlungen aus Europa!

Wien (OTS) - FPÖ-Generalsekretär NAbg. Harald Vilimsky fordert nach jüngsten Aussagen des türkischen Premierministers Recep Tayyip Erdogan den sofortigen Stopp von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Erdogan hatte laut einem Bericht der deutschen Zeitung "Welt" in Kuwait dazu aufgerufen, eine türkisch-arabische Union zu bilden. Dabei verwies er auf die gemeinsame Geschichte im Kampf gegen christliche Aggressoren. "Erdogan hat einmal mehr seine Maske fallen gelassen. Wenn er eine Union der islamischen Staaten will, dann muss die EU daraus Konsequenzen ziehen. Eine Mitgliedschaft der Türkei in der EU muss nach diesen Aussagen auch für die bisherigen Befürworter eines türkischen Beitritts völlig undenkbar sein", so Vilimsky, der zudem einen Stopp sämtlicher Unterstützungszahlungen aus der EU an die Türkei auf Basis bereits bestehender Abkommen forderte.

Erdogan hatte weiters erklärt, niemand solle sich einbilden, türkische Außenpolitik beeinflussen zu können. "Das wollen wir nicht", so Vilimsky, "und wir wollen auch nicht, dass die türkische Außenpolitik jemals ein Teil einer gemeinsamen europäischen Außenpolitik wird." Erdogans Vorstellungen, zwar weiter mit der EU zu verhandeln, daneben aber eine islamische Union zu zimmern, müsse sofort jede Grundlage entzogen werden.

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