Leitl: In Bildungsdebatte aufeinander zugehen!

WU-Vorlesung von WKÖ-Präsident Leitl - Export ist Motor des Wiederaufschwungs

Wien (OTS/PWK016) - Anlässlich seiner Gastvorlesung auf der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) zum Thema "Export - Motor des Wiederaufschwungs der heimischen Wirtschaft" betonte heute, Donnerstag, Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, dass "sich die Exportfördermaßnahmen und die Devise der WKÖ, 'nicht jammern -sondern handeln' gerade nach dem Krisenjahr 2009 voll ausgezahlt haben." Die Exportwirtschaft ist nach der schwierigen weltwirtschaftlichen Phase der Motor der österreichischen Wirtschaft geblieben. Mehr als fünf von zehn Euro werden durch Exporte erwirtschaftet, jeder zweite Arbeitsplatz ist direkt oder indirekt vom Export abhängig und durch jede Milliarde an zusätzlicher Exportleistung werden bis zu 7.000 neue Jobs in Österreich geschaffen.

Den Großteil seiner Außenhandelsumsätze (Ausfuhr plus Einfuhr) erwirtschaftet Österreich traditionell im Handel mit den EU-Ländern (rund 70%). Nach Übersee gehen rund 17% der Ausfuhren. Leitl: "Diesen Anteil wollen wir mittelfristig auf 20% anheben." Weitere Ziele sind:
die Zahl der österreichischen Exportunternehmen von derzeit 40.000 bis Jahresende 2011 auf 42.000 und den Anteil der Dienstleistungsexporte am Gesamtexport von derzeit einem Viertel auf ein Drittel zu steigern. Künftig sollen wieder 60% des BIP durch den Export erwirtschaftet werden.

Im Rahmen der Vorlesung ging Leitl auch auf die derzeit geführten politischen Debatten um den Bildungsstandort Österreich ein und appellierte an die Regierungsparteien, "überholte Standpunkte in der Bildungspolitik aufzugeben und aufeinander zu zugehen. Nur mit sach-und zukunftsorientierten Lösungen können beide Parteien gewinnen." Das gelte auch und insbesondere für den Universitätsbereich. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass die Wiener WU im aktuellen internationalen "Business School Ranking" der Financial Times in der Kategorie " Masters in Management 2010" den hervorragenden 24. Platz einnimmt. Leitl: "Um diesen Platz zu halten und um auch andere österreichische Universitäten auf internationale Spitzenplätze zu bringen, braucht es Mut zu Reformschritten." Eine wesentliche Maßnahme dazu seien Studiengebühren, verbunden mit einem erweiterten Stipendiensystem zur sozialen Abfederung. Gleichzeitig seien in überlaufenden Studienrichtungen auch Studienbeschränkungen nach dem Motto 'mehr Klasse statt Masse' notwendig. "Ich unterstütze in diesem Zusammenhang die Forderungen von WU-Rektor Christoph Bardelt für eine bestmögliche Ausbildung unsere Jugend", so Leitl abschließend. (BS)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Presse
Mag. Rupert Haberson
Tel.: T:(+43) 0590 900-4362, F:(+43) 0590 900-263
presse@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001