BZÖ-Grosz: Diskussion um Haider-Denkmal schlichtweg beschämend!

"Für Kreisky soll die ganze Republik zur Heldenhuldigung ein Jahr lang still stehen, für Jörg Haider darf es nicht einmal ein Denkmal geben"

Wien/Graz (OTS) - "Die politische und historische Rolle des von
1970 bis 1983 amtierenden Bundeskanzlers und ehemaligen SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Dr. Bruno Kreisky ist unbestritten. Nicht zuletzt auch deswegen finden mehrere Veranstaltungen über das politische Wirken Bruno Kreiskys statt. Ausstellungen, Diskussionsforen, Zeitungsbeilagen, Schauspielhausaufführungen, internationale Kongresse, Kreisky-Abende der SPÖ, Sondersendungen und nicht zuletzt leider auch unnötige und wirklich übertriebene Festakte des derzeitigen Bundeskanzlers Werner Faymann. Zweifelsohne kann Österreich neben Bruno Kreisky auf viele politisch wie historisch bedeutsame Persönlichkeiten der II. Republik zurückblicken, die unser Land entscheidend geprägt haben. Karl Renner, Leopold Figl, Julius Raab, Grete Rehor und auch ein Jörg Haider haben Jahre und Jahrzehnte ihres Lebens Land und Leute bewegt. Für Kreisky soll die ganze Republik ein Jahr lang still stehen, aber bei einem bereits bestehenden Denkmal für Jörg Haider gibt es wieder einmal beschämende Diskussionen", kritisiert der steirische BZÖ-Chef und Stifter der Jörg Haider Medaille Abg. Gerald Grosz am Donnerstag die Diskussion um die Aufstellung eines Denkmals in Kärnten.

In Österreich bestehe eine widerwärtige Willkür über die Rituale der verständlichen Verehrung großer Persönlichkeiten. "Bruno Kreisky darf über seinen Tod hinaus selbstverständlich geehrt werden, da die SPÖ sowohl in der Präsidentschaftskanzlei als auch im Kanzleramt die Fäden zieht und das heurige Jahr daher - staatlich verordnet - der allgemeinen Verehrung der gläubigen Sozialisten gewidmet wurde. Für Julius Raab, Leopold Figl oder eine Grete Rehor gibt es selbstverständliche Ehrungen durch ihre Partei. Eine Viktor Adler Plakette ist innerhalb der SPÖ genauso selbstverständlich wie leider auch das zweifelhafte Bild eines austrofaschistischen Dikators in den Klubräumlichkeiten der ÖVP. Hingegen für einen tragisch verstorbenen Landeshauptmann, Langzeit-Nationalratsabgeordneten, Klubobmann und Parteichef wie Jörg Haider darf es das nicht geben, da es ihn auch im großkoalitionären Denken politisch nicht geben durfte. Das ist an Verlogenheit kaum zu überbieten. Ich rate daher den Kritikern einfach in sich zu gehen, einmal nachzudenken und dann zu schweigen", so Grosz abschließend.

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