LR Ragger: Keine Toleranz für Missbrauchs- und Gewalttäter an Kindern und Jugendlichen

Für verschärfte Maßnahmen in Kärnten

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Der zunehmenden Verrohung in unserer Gesellschaft, insbesondere der Gewaltbereitschaft gegen unsere Kinder und Jugendlichen müssen wir entschieden entgegentreten", sagte Sozialreferent LR Christian Ragger heute, Donnerstag, nach den Vorfällen in Bregenz und St. Veit, wo zwei drei Jahre alte Buben schwer misshandelt worden sind und ein Kleinkind starb. "Bei Gewalt gegen Kindern und Jugendlichen wird es künftig keinerlei Toleranz mehr geben. Solche Gewalttaten müssen wir unnachgiebig ahnden und ein klares Signal setzen", sagte Ragger.

Er werde sich dafür einsetzen, dass das Strafausmaß für Missbrauchs-und Gewalttäter erheblich verschärft werde und diese von der Gesellschaft weggesperrt würden. Die bestehenden Strafbestimmungen würden nicht ausreichend differenzieren zwischen volljährigen und minderjährigen Gewaltopfern, ein ausreichender Kinderschutz könne dadurch nicht garantiert werden. "Derartige Übeltäter sollen keine Chance mehr erhalten, in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen zu gelangen, da sie aus Erfahrung immer wieder rückfällig werden", so Ragger.

Laut Ragger ist geplant, die Fachkräfte in der Kärntner Jugendwohlfahrt noch viel stärker für Risikofälle in der Familie zu sensibilisieren, damit Fälle von Gewalt gegen Kinder im Sinne der Prävention bereits vorab vermindert werden können. Der Sozialreferent will daher das geplante Elterndiplom im heurigen Jahr für alle werdenden Eltern verpflichtend einführen. "Um Gewalt gegen Kinder zu verhindern, müssen Regelungen erlassen, Gesetze durchgesetzt und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Das Land Kärnten wird sich dafür einsetzen und den Schutz von Kindern gegen Missbrauch und Gewalt innerhalb der Familie fördern, wie durch Einführung des Elterndiploms", erklärte Ragger.

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