PsychotherapeutInnen fordern Kinderrechte in vollem Umfang

Asylsuchende, Flüchtlings- und MigrantInnenkinder dürfen von der UN-Kinderrechtskonvention nicht ausgeschlossen werden.

Wien (OTS) - Mit großer Besorgnis lesen wir die Parlamentsvorlage, die am 13.1.2011 als Grundlage für den Verfassungsausschuss über die Aufnahme der UN-Kinderrechtskonvention in die Verfassung dienen soll. Da in dieser Vorlage leider wesentliche Teile der Kinderrechts-Charta nicht berücksichtigt werden, ist sie in dieser Form abzulehnen.

Hier sind vor allem die Punkte Bildung, das Recht auf Gesundheit sowie Partizipation des Kindes zu nennen. Eine Vermischung von Kinderrechten und Straf- sowie Asylpolitik ist aus unserer Sicht unzulässig, nicht gelöste Fragen der Asylpolitik dürfen nicht auf dem Rücken von Kindern ausgetragen werden! Asylsuchende, Flüchtlings- und MigrantInnenkinder dürfen von der UN-Kinderrechtskonvention nicht ausgeschlossen werden!

Das Vorgehen der Verantwortungsträger lässt den Eindruck entstehen, dass die parteipolitischen Interessen vor die Interessen unserer Kinder gestellt werden.

Weiters scheint es große Angst vor weiterführenden Kosten zu geben, da die Kinderrechte - kämen sie in vollem Umfang in die Verfassung - dann einklagbar wären. Das finden wir in einem wohlhabenden Land wie Österreich beschämend!

Unsere Kinder sind unsere Zukunft, und sie bedürfen unserer Förderung und unseres Schutzes.

Wir fordern die Verantwortungsträger daher auf, die UN-Kinderrechtskonvention in ihrem vollen Umfang in die Verfassung aufzunehmen!

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Eva Mückstein, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP)
Tel.: 0676/600 46 76
Dr. Susanne Skriboth-Schandl, Leiterin der AG Säuglings- Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Tel.: 0699/10 46 74 90

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OBP0001