SPÖ-Parteipräsidium (2) Hundstorfer: Soziales Jahr bringt freiwillige und motivierte Mitarbeiter

Kosten würden nur minimal steigen - Entlohnung soll sich an kollektivvertraglichem Mindestgehalt orientieren

Wien (OTS/SK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat heute, Mittwoch, im Anschluss an das SPÖ-Parteipräsidium das Freiwillige Soziale Jahr als Alternative zum derzeitigen Zivildienst präsentiert. "Die Vorteile des Sozialen Jahres liegen auf der Hand. Es gibt keine Pflichtdiensttuenden mehr, sondern freiwillige motivierte Mitarbeiter", so Hundstorfer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Werner Faymann und Verteidigungsminister Norbert Darabos. Als wichtigste Eckpunkte des neuen Modells nannte der Sozialminister die höhere Entlohnung, die sich am kollektivvertraglichen Mindestgehalt im Sozialbereich von 1.300 Euro orientieren wird, und die Beschränkung der derzeit von Zivildienstleistenden ausgeübten Tätigkeiten auf die Kernbereiche Soziales und Gesundheit. ****

Als einen der wesentlichsten Vorteile des Sozialen Jahres nennt Hundstorfer, dass annähernd mindestkollektivvertraglich bezahlte und von den Trägern selbst für ein Soziales Jahr ausgesuchte Frauen und Männer effizienter als verpflichtete Zivildiener arbeiten. Die monatlichen Vollkosten für ein kollektivvertraglich entlohntes Arbeitsverhältnis im Sozialbereich würden pro Person ca. 2.000 Euro betragen (kollektivvertraglicher Mindestlohn von 1.300 Euro brutto, inkl. Sonderzahlungen und Sozialversicherung). Für einen Jahresdurchschnittsbestand von 8.500 Beschäftigten (90 Prozent des Gesamtbestands an Zivildienern) würde dies Kosten von etwa 200 Millionen Euro ergeben.

Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass besser bezahlte, vollversicherte und ein volles Jahr durchgängig Beschäftigte in einem alternativen Sozialen Jahr die Arbeitsproduktivität gegenüber Zivildienstleistenden um etwa ein Viertel erhöhen können. Demnach könnten rund 6.400 Beschäftigte in einem Sozialen Jahr die Tätigkeiten dieser 8.500 Zivildienstleistenden im Sozial- und Gesundheitswesen abdecken. In der Folge ergäben sich Gesamtkosten für ein solches Jahr von rund 140 Millionen Euro. "In Summe würden damit die Kosten für ein derart gestaltetes reformiertes Soziales Jahr kaum über jenen des Zivildienstes liegen", betonte der Sozialminister. (Schluss) sa/sc

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0005