Zivildienst: Rotes Kreuz fordert Runden Tisch

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - "Seit Beginn der Debatte um die
Wehrpflicht hat das Rote Kreuz immer gefordert, Alternativen zum Zivildienst mitzudenken", sagt Fredy Mayer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. "Unser Sozial- und Gesundheitssystem ist für unsere Gesellschaft so wichtig, dass eine gemeinsame Erarbeitung von Lösungen mehr als gerechtfertigt ist." Mayer fordert einen "Runden Tisch, unter Einbindung aller relevanten Partner. Nur gemeinsam werden wir zur einer praktikablen Lösung kommen. Denn eines ist klar: sollte der Zivildienst abgeschafft werden, darf eine Alternative nicht zu Lasten jener Menschen gehen, die auf die Leistungen der Zivildiener angewiesen sind."

Das Rote Kreuz begrüßt jede Initiative, freiwilliges Engagement attraktiver zu machen. "Möglichkeiten gibt es sehr viele", sagt Fredy Mayer. "So könnten Zeitspenden steuerlich absetzbar werden, freiwillige Arbeit als Versicherungszeit angerechnet werden und natürlich das freiwillige soziale Jahr aufgewertet und viel attraktiver gestaltet werden." Fraglich bleibt dennoch, ob sämtliche 13.000 Zivildiener durch Freiwillige ersetzt werden können. Der Blick nach Deutschland lässt vermuten, dass diese Lücke nicht so leicht zu schließen sein wird.

"Das Österreichische Rote Kreuz ist gerne bereit, den Entscheidungsträgern mit seiner Expertise zur Seite zu stehen und -ohne Denkverbote - unterschiedliche Modelle zu diskutieren", sagt Mayer.

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