Umweltdachverband an via donau-Chef Hasenbichler: Zuerst Unterlagen auf den Tisch, dann können wir reden!

- Voraussetzung für Verhandlungen auf Augenhöhe: via donau muss Versprechen halten und Unterlagen zum Naturversuch zur Verfügung stellen

Wien (OTS) - Wien, 12.01.11 (UWD) "Das heutige Gesprächsangebot
von via donau-Chef Hasenbichler hat wahrscheinlich eher mehr mit der Furcht vor den Gutachten, die morgen bei der Pressekonferenz von einer breiten NGO-Phalanx in Wien präsentiert werden, zu tun als mit dem Interesse an wirklich ernsthaften Gesprächen mit kritischen NGO-VertreterInnen über die Zukunft der Donau zwischen Wien und Bratislava", sagt Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes, in einer ersten Reaktion auf das Einlenken von Hasenbichler. "An ernsthaften Verhandlungen ist die via donau jedoch offensichtlich nicht interessiert, denn es gehört nicht zum guten Ton, wenn man NGOs einen kurzfristigen Termin einfach ohne Rücksprache vorgibt", so Heilingbrunner.

Gespräch macht Sinn, wenn Einreichunterlagen & Co. lückenlos übermittelt wurden
"Bis zum Mai 2010 hat es mehrere Gespräche auf höchster Ebene zwischen Hasenbichler und NGOs (Umweltdachverband, Umweltorganisation VIRUS, Forum Wissenschaft & Umwelt, und BI Donaufreunde, etc.) über die Projekte Flussbauliches Gesamtprojekt Donau östlich von Wien (FGP) und den so genannten Naturversuch Bad Deutsch Altenburg gegeben. Bei diesen Verhandlungen hat die via donau zunächst zugesagt, alle Einreichunterlagen, Monitoring- und Ist Zustanderhebungen des so genannten Naturversuches zur Verfügung zu stellen. Dies war deshalb so wichtig, weil im laufenden Naturversuchsverfahren die NGOs keine Parteistellung haben. Mit der Auswahl der Naturversuchstrecke von knapp unter 3 Kilometern wurde ganz bewusst die UVP-Schwellenwertgrenze unterschritten. Im Gegensatz zum großen FGP, wo die NGOs Parteistellung bis zu den Höchstgerichten haben, sind beim Naturversuch die NGOs von allen Informationen ausgeschlossen. Kurz vor dem Ökologiegespräch über das Naturversuchsprojekt, welches für 6. Mai 2010 angesetzt war, weigerte sich Hasenbichler jedoch, die Naturversuchsunterlagen zur Verfügung zu stellen, was den UWD und die anderen NGOs veranlasste, die Gespräche mit der via Donau auszusetzen. Ein fortführendes Gespräch macht erst dann Sinn, wenn seitens der via donau diese zugesagten Unterlagen zum geplanten Naturversuch lückenlos übermittelt worden sind. Unter dieser Voraussetzung verhandeln wir gerne auf gleicher Augenhöhe über die weiteren Schritte", so Heilingbrunner abschließend.

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