Attentat auf Kopten: Österreich nimmt zwei verletzte Kopten auf

Besuch von Bundespräsident Heinz Fischer bei koptischem Bischof Anba Gabriel

Wien, 12.01.11 (KAP) Nach dem erneuten Attentat auf koptische Christen am Dienstag nahe der ägyptischen Stadt Assiut hat sich Österreich bereiterklärt, zwei verletzte Kopten aufzunehmen. Dies teilte der koptisch-orthodoxe Bischof in Wien, Anba Gabriel, im Gespräch mit "Kathpress" nach einem Gespräch mit Bundespräsident Heinz Fischer mit. Die Präsidentschaftskanzlei bestätigte diese Aussagen und ergänzte auf Anfrage von "Kathpress", dass noch offen sei, ob es sich um Opfer des Anschlags in der Silvesternacht oder des aktuellen Anschlags handelt. Dies sei von der Transportfähigkeit der Verletzten abhängig. Bischof Gabriel betonte, dass er "sehr dankbar für diese barmherzige Geste" Österreichs sei.

Der Besuch des Bundespräsidenten in der koptisch-orthodoxen Kathedrale in Wien-Donaustadt war ein bewusstes Zeichen der Solidarität nach den Anschlägen in Alexandria in der Silvesternacht und dem Anschlag vom Dienstag. Im Anschluss an das Gespräch mit Bischof Gabriel - im Übrigen der erste Besuch eines österreichischen Bundespräsidenten bei den Kopten im Land - folgte eine Führung durch die Kirche, eine Begegnung mit Gemeindemitgliedern und eine Darbietung des Kirchenchors.

Bei dem Attentat am Dienstag sind nach letzten Informationen ein Mensch getötet und sieben verletzt worden. Nach Polizeiangaben schoss ein Mann in einem Zug in der Nähe der Stadt Assiut um sich, tötete einen Menschen und verletzte fünf weitere. Augenzeugen zufolge habe der Täter in dem Zug explizit auszuforschen versucht, ob sich Christen unter den Fahrgästen befänden, wie der römische Missionspressedienst "AsiaNews" am Mittwoch berichtete. Als er eine Gruppe von Mädchen entdeckt habe, die unverschleiert gewesen seien, sei er davon ausgegangen, dass es sich um Christinnen handle und habe das Feuer eröffnet.

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