Dioxin-Skandal: BZÖ-Spadiut verlangt österreichweite Lebensmitteltests

AGES als Lebensmittelprüforgan kann keine Dioxin-Tests durchführen

Wien (OTS) - "Was nützt es, wenn unsere Bauern versuchen, Lebensmittel in bester Qualität zu produzieren, aber über ausländische Verarbeitungsprodukte der nächste Lebensmittelskandal in unseren Regalen liegt", fragt BZÖ-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Wolfgang Spadiut angesichts des Dioxin-Skandals in Deutschland. Gerade bei Verarbeitungsprodukten in Konserven und Fertiggerichten müssten nun österreichweit Tests gemacht werden. "Doch offensichtlich ist die AGES als Lebensmittelprüforgan des Gesundheitsministeriums dazu technisch nicht in der Lage", kritisiert Spadiut, der von Stöger Auskunft in diesem Punkt verlangt. Dioxin-Screens bei Futtermittel etwa werden ausschließlich beim Umweltbundesamt durchgeführt.

Der BZÖ-Gesundheitssprecher verlangt von Stöger und Berlakovich darüber Aufklärung, welche Probenziehungen bei Lebensmitteln und insbesondere Verarbeitungsprodukten auf Dioxin gerade in allen Bundesländern veranlasst wurden. Zusätzlich stelle sich die Frage:
"Sind wir in einem Krisenfall in Österreich überhaupt in der Lage, die Rohstoffe für unsere Ernährung noch selbst zu testen?"

Absolut ungerecht ist für Spadiut, dass nun schon versucht werde, die Bauern für den Dioxin-Skandal verantwortlich zu machen. "Die Landwirte bemühen sich, beste Produkte zu produzieren. Durch den Dioxin-Skandal haben sie massive Verluste, sie sind Opfer, nicht Täter", erinnert Spadiut.

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