Wehrpflicht: BZÖ-Bucher präsentiert erweitertes Modell der Bürgerhilfe als Zivildienstersatz

Es führt kein Weg vorbei - an einer Aussetzung der Wehrpflicht und der Bürgerhilfe

Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher hat heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Rechnungshofsprecher Gerald Grosz das erweiterte BZÖ-Modell der Bürgerhilfe als Ersatz für den Zivildienst vorgestellt. Die Bürgerhilfe des BZÖ ist eine Weiterentwicklung des Freiwilligen Sozialen Jahres und fußt auf drei Säulen: Junge Freiwillige sowie der Einbindung von Langzeitarbeitslosen und Pensionisten. Neben Anreizen wie steuerliche Begünstigungen, soll es nach den Vorstellungen des BZÖ eine ordentliche Bezahlung von 1.300 Euro brutto - das sind rund 1.00 Euro netto - geben, um Lohndumping zu vermeiden. "Die Wehrpflicht ist nicht mehr zeitgemäß und ist in ganz Europa ein Auslaufmodell. Auch Österreich kann sich diesem Trend nicht verschließen. Das BZÖ fordert daher ein Freiwilligenheer mit Milizkomponente und das Modell der Bürgerhilfe als Zivildienstersatz", so Bucher.

Der BZÖ-Chef erinnert daran, dass derzeit 40 Prozent des zwei Milliarden schweren Heeresbudgets für den Grundwehrdienst aufgewendet werden. Bei einer Abschaffung der Wehrpflicht stünden damit rund 800 Millionen Euro für ein Berufsheer zur Verfügung. Zusätzlich betrage der Steuerentfall durch die Zwangsverpflichtung der Grundwehrdiener über 300 Millionen Euro jährlich. Sowohl die Berechnungen des BZÖ wie auch des WIFO würden zeigen, dass ein Berufsheer insgesamt günstiger komme. "Es führt kein Weg vorbei - an einer Aussetzung der Wehrpflicht und der Bürgerhilfe".

Die BZÖ-Bürgerhilfe ist für Bucher unverzichtbar, um die jährlich zehn- bis dreizehntausend Sozialdienstleistenden zu sichern. "Unser BZÖ Modell richtet sich an junge Menschen - Frauen wie Männer, die mindestens ein Jahr einen freiwilligen Sozialdienst leisten wollen. Ebenfalls machen wir den 25.000 Langzeitarbeitslosen, die über ein halbes Jahr beschäftigungslos sind - 5.000 sind es länger als ein Jahr - das Angebot, über diesen Weg den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu schaffen. Und als dritte Säule soll, wie in Deutschland, Pensionisten ermöglicht werden, ihre Erfahrungen im Rahmen der Bürgerhilfe gerade im Pflegebereich zu nützen", betont Bucher. Für die Absolvierung der Bürgerhilfe soll es Boni wie beispielsweise steuerliche Begünstigungen, Vorteile bei der Anstellung im Bundesdienst, eine Pensionsanrechnung und eine kostenlose Ausbildung im Sozialbereich geben. "Mit unserem BZÖ-Modell beseitigen wir Zwangsdienste und sichern auch Österreichs Sozialsystem langfristig, indem mit der Bürgerhilfe ein attraktives Paket geschnürt wird", so Bucher.

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