Finanz: Meischberger wollte Kosten der Steuerhinterziehung absetzen

Unabhängiger Finanzsenat lehnt Meischbergers Berufung ab

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe umfassend über den Steuerfall Walter Meischberger. Der einstige Trauzeuge von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser hatte die Steuerermittlungen in der Buwog-Affäre durch eine Selbstanzeige bei der Finanz, in der er eingestand unversteuert knapp acht Millionen Euro Provision erhalten zu haben, selbst ins Rollen gebracht.

Im Rahmen dieses Steuerverfahrens argumentierte Meischberger, dass er die Kosten für die Verschleierung des Zahlungsflusses zur Hinterziehung der Abgaben als "betrieblich veranlasste Aufwendungen" geltend machen wolle und diese (steuermindernd) als Aufwand anerkannt werden sollten.

Der Unabhängige Finanzsenat stellte jedoch fest, dass jene 400.000 Euro, die die in Delaware residierende Gesellschaft Omega für den Transfer des Geldes von Zypern nach Liechtenstein genommen hat, nicht als "betrieblich veranlasse Aufwendungen" geltend gemacht werden können.

Meischberger hatte argumentiert, dass die Konzeption der Zahlungsmodalitäten nicht von ihm, sondern von anderen vorgenommen worden sei. Die daraus entstandenen Kosten wären somit eine Folge der Konzeption des Zahlungsflusses. Es habe ja "keine private Veranlassung gegeben", die Firma Omega zwischenzuschalten. Vielmehr wäre die Einschaltung der Omega "notwendig" gewesen, "um die Einnahmen überhaupt zu erzielen."

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