Schneeberger zu Kritik von Strobl: Länder wollen keine Wiener Verhältnisse in den Pflichtschulen

Nur weil Wiener Bildungspolitik gescheitert ist, soll es zu keiner Nivellierung nach unten kommen - Wien schnitt deutlich schlechter bei PISA als andere Städte ab

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Die Länder wollen keine Wiener Verhältnisse in den Pflichtschulen. Denn nur weil die Wiener Bildungspolitik an den Herausforderungen im Pflichtschulbereich gescheitert ist, lassen wir uns nicht die Arbeit unserer Pädagoginnen und Pädagogen in den Pflichtschulen schlecht machen. Denn im Gegensatz zu Wien, wo vor allem die Hauptschulen systematisch hinunter gewirtschaftet wurden, besteht in den übrigen Bundesländern ein erfolgreiches System mit Hauptschulen und Gymnasien nebeneinander", reagiert VP-Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger auf Aussagen des scheidenden Wiener Stadtschulrats-Vizepräsidenten Walter Strobl.

"Ich finde es erschreckend, dass Strobl lieber die SPÖ-Bildungspolitik unterstützt, die eine Nivellierung der Ausbildung unserer Kinder nach unten bedeutet und nicht - wie im ÖVP-Bildungskonzept vorgesehen - den Weg des Förderns und Forderns geht. Es kann nicht sein, dass die Bundespolitik einzig die Wiener Verhältnisse im Auge hat und auf die anderen Bundesländer vergisst. Nur weil in der Bundeshauptstadt die Situation mit den Hauptschulen aus dem Ruder gelaufen ist, kann man nicht ein generelles Urteil über die Arbeit und die Ausbildung in Hauptschulen abgeben. Gerade wir in Niederösterreich haben sehr gute Hauptschulen mit motivierten Pädagoginnen und Pädagogen, die eine hervorragende Ausbildung unserer Kinder garantieren", erklärt der VP-Klubobmann.

"Wenn Strobl die Konzepte der Wiener Schulpolitik schon hochleben lässt, dann muss ich auf die aktuellen PISA-Ergebnisse verweisen:
Hier ist Wien das traurige Schlusslicht nicht nur aller Bundesländer, sondern auch aller Städte", so Schneeberger und verweist auf die Zahlen: "Während die Schülerinnen und Schüler in den Städten Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg beim Lesen eine Punktzahl von 492 erreichten, kamen jene aus Wien nur auf 461. Dasselbe Bild zeigt sich in Mathematik bzw. Naturwissenschaften, wo in Wien 486 bzw. 477 Punkte erreicht wurden, die Ergebnisse in den vier anderen Städten aber mit 511 und 515 Punkten deutlich besser ausfielen. Hier offenbart sich das Scheitern der sozialistischen Bildungspolitik der vergangenen Jahrzehnte im Wiener Pflichtschulbereich", hält Schneeberger fest.

"Ich unterstütze daher das neue ÖVP-Bildungskonzept, das die inhaltliche Aufwertung unserer Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen vorsieht, die Langform des Gymnasiums für die Begabtenförderung beinhaltet und der gleichmachenden Gesamtschule eine Absage erteilt. Denn die künftige Bildungspolitik kann nur mit der Devise "fördern und fordern" erfolgreich sein", erklärt Klubobmann Schneeberger.

"Jetzt ist Ministerin Schmied gefordert, nicht länger der Gesamtschule nachzulaufen, sondern eine Lösung, die die Neue Mittelschule und die Langform des Gymnasiums für Begabte beinhaltet, zu finden. Außerdem ist ein neues gemeinsames Dienstrecht dringend notwendig - hier ist Schmied längst säumig!", steht für VP-Klubobmann Schneeberger fest.

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