Seeber: Patientenrechte werden transparenter und einfacher zugänglich

Neue Richtlinie verbessert die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

Wien, 12. Jänner 2011 (OTS) "Patientenrechte werden endlich verbindlich festgeschrieben. Sie werden europaweit transparent und einfacher zugänglich. Die neue Richtlinie verankert das Recht von Patienten, sich bei geplanten medizinischen Eingriffen im Ausland behandeln zu lassen und die Kosten von ihrem jeweiligen Wohnsitzstaat ersetzt zu bekommen. Damit gehören kosten- und zeitintensive Gerichtsverfahren der Vergangenheit an", so der EVP-Gesundheitssprecher Dr. Richard Seeber anlässlich der heutigen Pressekonferenz zum Thema "Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung" im Europäischen Parlament in Brüssel. ****

Nach langen Verhandlungen wird das Parlament kommende Woche dem Kompromisstext zustimmen. Vor drei Jahren hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag präsentiert, mit dem die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs in Gemeinschaftsrecht umgesetzt werden sollte. Das Parlament hat vor allem auf Patienten, die an einer seltenen Krankheit leiden, ein besonderes Augenmerk gelegt. "Die Mitgliedstaaten werden künftig durch Referenznetzwerke zusammenarbeiten, um die Diagnostik für seltene Krankheiten zu verbessern", informiert Seeber.

"Die Richtlinie wird sich positiv auf die Gesundheitssysteme in den Mitgliedstaaten auswirken, etwa durch die Verkürzung von Wartelisten oder Verbesserung der Qualität der Behandlung. Die Patienten profitieren doppelt. Ein Patient kann sich beispielsweise für eine schnellere Behandlung im EU-Ausland entscheiden. Da das Heimatland diese Behandlungskosten in Höhe der im eigenen Land für die gleiche Behandlung anfallenden Kosten erstatten muss, werden
die Verantwortlichen alles tun, dass auch die Einnahmen -und damit die Patienten- im Land bleiben. Diese neue Art von Wettbewerb schafft bessere Bedingungen für Patienten", so Seeber abschließend.

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