Bundeskanzler Faymann: Bildungsreform wird 2011 im Mittelpunkt stehen

Die Zehn-Prozent-Grenze für die Neue Mittelschule fällt

Wien (OTS) - "Wir räumen der Bildung im heurigen Jahr besonderen Stellenwert ein", sagte Bundeskanzler Werner Faymann beim heutigen Pressefoyer nach der ersten Ministerratssitzung 2011. "Wir sind in dieser Frage aufeinander zugegangen. Dazu gehören zwei, einer allein kann das nicht." Man habe im Vorjahr begonnen, die Ganztagsschulen auszubauen, nun wolle man verstärkt in die Neue Mittelschule investieren. "Wir werden auch in anderen Punkten durch konstruktive Diskussion zu weiteren Reformschritten finden, etwa im universitären Bereich", so Faymann.

Finanzminister Josef Pröll räumte ein, dass mit dem Vorschlag der ÖVP, die Zehn-Prozent-Marke für die Neue Mittelschule fallen zu lassen, ein Schritt in Richtung der Position des Koalitionspartners gesetzt worden sei. Bildung sei ein wichtiger Standortfaktor für Österreich. Daher sei er optimistisch, dass in dieser Frage Konsens erzielt werden könne. Das gelte auch für Lösungen hinsichtlich der Hochschulen und Universitäten. Der Finanzminister sagte, dass aufgrund des Wirtschaftsaufschwunges und der sinkenden Arbeitslosenzahlen mehr Mittel im Budget zur Verfügung stehen könnte:
"Wenn das Budget Freiräume bietet, werden wir dieses Geld in die Bildung investieren."

Bundeskanzler Faymann bekräftigte: "Je mehr Schüler die Möglichkeit haben, die Neue Mittelschule zu besuchen, desto besser." Man setze einen Schritt nach dem anderen: "Wir haben bereits das letzte Kindergartenjahr als verpflichtende vorschulische Erziehung ausgebaut, wir arbeiten nun an der gemeinsamen Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer und am neuen Dienstrecht", betonte Faymann. "Und wir werden die Zeit der Stabilität von Wirtschaft und Arbeitsmarkt heuer nutzen, um weitere Reformschritte einzuleiten. Ich freue mich, dass wir mit dem Koalitionspartner ein Stück des Weges gemeinsam gehen, bei dem die Bildungspolitik im Mittelpunkt steht. Das ist ein guter Jahresbeginn."

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