BZÖ-Bucher fordert "Masterplan Bildung" für Österreich

ÖVP-Programm Ausdruck für fehlgeleitete Bildungspolitik - BZÖ für gemeinsame Schule mit innere Differenzierung und neues Lehrerdienstrecht mit höheren Einstiegsgehältern

Wien (OTS) - BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher forderte heute im Rahmen einer Pressekonferenz einen "Masterplan Bildung" für Österreich und übte heftige Kritik am ÖVP-Bildungsprogramm. "In den rot-schwarzen Bildungskonzepten geht es nur um parteipolitisches Besitzstandsdenken. Das ÖVP-Programm ist der Ausdruck für eine fehlgeleitete Bildungspolitik und ein einzigartiger Etikettenschwindel. Wenn nur die Hauptschule zur neuen Mittelschule umgetauft wird, wird nur das Preisschild geändert, der Wert bleibt der gleiche. Auch die mittlere Reifeprüfung ist ein Unsinn, den der Bildungsstand eines Schülers kann nicht durch eine einzige Prüfung ermittelt werden, sondern wird von den Lehrern über Jahre festgestellt."

Das BZÖ sei ganz klar für eine gemeinsame Schule der sechs- bis 15-Jährigen. Bereits nach dem letzten Kindergartenjahr könne festgestellt werden, ob das Kind bereits schulreif ist oder noch ein Jahr die Vorschulklasse besuchen soll. "Grundvoraussetzung für die gemeinsame Schule ist eine innere Differenzierung, bei der Schüler in ihren Stärken gefordert und in den Schwächen gefördert werden". Der BZÖ-Bündnisobmann verlangte weiters ein neues, einheitliches Lehrerdienstrecht und warnte vor einem kommenden Lehrermangel. "Das Berufsbild der Lehrer muss neu erarbeitet und das Image aufpoliert werden. Die Lehrer sollen künftig am Vormittag und am Nachmittag in der Schule eine sichtbare Arbeit leisten und den Schülern auch Förderunterricht erteilen. Wir brauchen auch höhere Einstiegsgehälter, um moderne, engagierte Lehrer für die Zukunft zu rekrutieren", erklärte Bucher.

Bucher betonte, dass die Bildung endlich parteipolitikfreie Zone werde müsse und die acht Milliarden Euro, die jährlich in die Bildung investiert werden, zielgerichtet eingesetzt werden sollen. Das Kernproblem in Österreich sei das Kompetenzwirrwarr, das keine geordneten Strukturen zulasse. Es müsse weniger Geld in die Verwaltung und mehr Geld in die Schulen und Schüler fließen. "Wir brauchen eine klare Bildungskompetenz, die beim Bund liegt und Länder, die außerhalb des parteipolitischen Spannungsfeldes die Maßnahme umsetzen", so der BZÖ-Chef.

Die Initiative von Hannes Androsch für ein Bildungsvolksbegehren bewertete Bucher generell als positiv. Allerdings müsse beobachtet werden, ob nicht auf diesem Wege die SPÖ-Parteipolitik durch die Hintertüre hineinkomme.

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