Brunner fordert: "Weg frei für Ökostrom"

Grüne: Fördersituation in Österreich unerträglich

Wien (OTS) - Wie der Bundesverband Photovoltaic Austria heute bekanntmachte, sind die Fördermittel für große Photovoltaik-Anlagen (über 5 kwp) schon jetzt bis zum Jahr 2020 ausgeschöpft. "Das ist eine unerträgliche Situation", erklärt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, und weiter: "Die österreichische Förderlandschaft für den wichtigen Wirtschaftszweig Erneuerbare Energien ist ein einziges Trauerspiel. Alle blumigen Bekenntnisse der Bundesregierung zu Energieautarkie und Klimaschutz sind leider nur Show. Fakt ist: Wir haben zu wenig Mittel, zu kurze Laufzeiten und zu niedrige Einspeisetarife. Dass es überhaupt noch eine erfolgreiche und wettbewerbsfähige PV-Industrie in Österreich gibt, spricht für die Branche".

Im Rahmen der anstehenden Novellierung des Ökostromgesetzes fordern die Grünen daher eine Totalreform nach Vorbild des deutschen Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) inklusive kostendeckender Tarife und Laufzeiten von 20 Jahren. Nur so kann Österreich konkurrenzfähig bleiben mit anderen europäischen Ländern. Das EEG hat dazu geführt, dass inzwischen 340.000 Menschen in der Ökostrom-Branche arbeiten. In vielen Regionen, vor allem in Ostdeutschland, sind erneuerbare Energien mittlerweile der Hauptwirtschaftsfaktor. "Es wird Zeit, dass die österreichische Bundesregierung ihre Ökostromblockade aufgibt und eine massive Kehrtwende in der Energiepolitik hin zu Erneuerbaren Energien einschlägt. Ansonsten droht weiterer Schaden für die Branche der Erneuerbaren Energien und den Klimaschutz", so Brunner abschließend.

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